Wajdi Muawad

VÖGEL

Eine Produktion des Schauspiels Köln auf Hebräisch, Arabisch, Deutsch und Englisch, mit deutschen und englischen Übertiteln

Di., 10. Mai 2022, Beginn 19:30 Uhr
Mi., 11. Mai 2022, Beginn 19:30 Uhr
Einführungen in das Stück mit Dramaturgin Lea Goebel am 10. und 11. Mai um 18:30 Uhr*
Am 11. Mai laden wir Sie im Anschluss zu einem Nachgespräch mit SchauspielerInnen und Schauspielern des Schauspiel Köln und des Thalia Theaters Hamburg ins Mittelrangfoyer ein. Das Gespräch wir moderiert von Lea Göbel (Schauspiel Köln) und Matthias Günther (Thalia Theater).

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg


Karten: 

€ 69, € 58, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Di., 10. Mai 2022
Beginn 19:30 Uhr

Ticket

Mi., 11. Mai 2022
Beginn 19:30 Uhr

Ticket

 


Mit: Lola Klamroth, Alexander Angeletta, Bruno Cathomas, Melanie Kretschmann, Martin Reinke, Margot Gödrös, Kais Setti, Lena Kalisch

Regie: Stefan Bachmann, Bühne und Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes, Komposition und musikalische Einrichtung: Matti Gajek, Licht: Michael Gööck, Dramaturgie: Lea Goebel, Sprachunterricht Hebräisch: Avraham Appelstein, Alexander Schneider, Sprachunterricht Arabisch: Edmoun Battal, Sprachunterricht Englisch: Sabina Perry, Historische Beratung: Natalie Zemon Davis

Es ist eine hochaktuelle und packende Romeo-und-Julia-Geschichte, die der kanadisch-libanesische Erfolgsautor Wajdi Mouawad hier vorlegt — die Geschichte einer Liebe, die anrennt gegen Tradition, Herkunft und Religion.

An einer amerikanischen Universität begegnen sich die arabischstämmige Wahida und Eitan, ein gebürtiger Deutscher mit jüdischen Wurzeln. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf. Für Eitans religiös-fanatischen Vater ist die Beziehung inakzeptabel. Eitan jedoch kämpft gegen das schwere Erbe an. Doch dann wird er bei einem Bombenanschlag an der israelisch-jordanischen Grenze schwer verletzt … Während er im Krankenhaus liegt, spürt Wahida seine Großmutter auf und Eitans Eltern reisen aus Deutsch­land nach Israel. So kommen drei Generationen aus drei Kontinenten an Eitans Krankenbett zusammen und Welten, Schicksale und Ideologien treffen aufeinander.

Mouawad verknüpft die Aufarbeitung komplexer Familienverhältnisse über kulturelle und genetische Abstam­mung mit dem Nahost-Konflikt. Zwi­schen Utopie und Verzweiflung zeich­net er die Wünsche und Ängste der Figuren nach. Heraus kommt eine zu Herzen gehende Geschichte über eine verzweifelte Liebe. Gespielt wird viersprachig — und doch für den Zuschauer problemlos verständlich.


»Mit unaufdringlicher Virtuosität verzahnt die Regie eskalierenden Krieg mit privaten Scharmützeln, glei­tet zudem schwerelos durch das hoch­komplexe Zeitgerüst des Dramas […] An diesem makellosen Abend gibt es keinen mimischen Schwachpunkt […] Wajdi Mouawad hat in Stefan Bach­mann seinen idealen Interpreten ge­funden. Großer Beifall.« KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»Mit ›Vögel‹ hat Regisseur Stefan Bachmann ein großartiges Theater­stück auf die Bühne gebracht. Vor den Augen der Zuschauer entfaltet sich eine vielschichtige Tragödie, die einen die Zeit vergessen lässt […] Die Famili­engeschichte ist meisterhaft umgesetzt und gespielt. Sie zeigt, wie einfach es ist zu hassen und wie schwer es ist, seine Vorurteile in Frage zu stellen.« RHEINKULTUR

»Stefan Bachmann vertraut in seiner Inszenierung ganz auf die lebendigen Figuren und den schwarzen Humor der Textvorlage, die er mit einem starken Ensemble umsetzt.« DEUTSCHLANDRADIO

»Schluchzen, Weinen, Mitgefühl — mehr kann Theater wahrlich nicht an Besserem für seine Zuschauenden/Zuhörenden leisten. Standing ovations.« KULTURA-EXTRA


Die Schauspielerinnen und Schauspieler sprechen auf der Bühne die Muttersprache ihrer Figuren, also Deutsch, Englisch, Hebräisch und Arabisch. Sie haben sich akribisch und mithilfe von Sprach-Coaches auf ihre Rollen vorbereitet und meistern dies äußerst gekonnt und fesselnd. Durch die verschiedenen Sprachen werden die unüberbrückbaren Unterschiede zwischen den Ideologien auch akustisch markiert.

Seit 2013 führt Stefan Bachmann als inszenierender Intendant das Schauspiel Köln. Bereits viermal wurden seine Arbeiten zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Am Burgtheater Wien inszenierte Bachmann 2008 schon einmal ein Stück von Wajdi Mouawad: »Verbrennungen«. Eine dichte und überzeugende Arbeit, die mit der Verleihung des Nestroy-Preises ausgezeichnet wurde.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.