William Shakespeare

richard iii.

Eine Produktion der Schaubühne Berlin

Mi., 19. Juni 2024, Beginn 20 Uhr
Do., 20. Juni 2024, Beginn 18:30 Uhr

Einführung in das Stück mit Regisseur Thomas Ostermeier am 19. Juni um 19 Uhr*

Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg


Karten: € 69, € 58, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Mi., 19. Juni 2024
Beginn 20 Uhr
Ticket
Do., 20. Juni 2024
Beginn 18:30 Uhr
Ticket

 


Mit: Lars Eidinger, Damir Avdic, Carolin Haupt, Magdalena Lermer, David Ruland, Robert Beyer, Thomas Bading, Christoph Gawenda, Konrad Singer, Schlagzeuger: Thomas Witte

Regie: Thomas Ostermeier, Bühne: Jan Pappelbaum, Kostüme: Florence von Gerkan, Mitarbeit Kostüme: Ralf Tristan Sczesny, Musik: Nils Ostendorf, Video: Sébastien Dupouey, Licht: Erich Schneider, Puppentraining: Susanne Claus, Dorothee Metz, Puppenbau: Ingo Mewes, Karin Tiefensee, Kampfchoreografie: René Lay, Dramaturgie: Florian Borchmeyer

Eine Paraderolle für Lars Eidinger: Der charismatische Schauspieler verkör­pert Shakespeares amoralischen Intri­ganten Richard III. — ein Riesen-Erfolg der Schaubühne Berlin. Richard ist hässlich, eine Frühgeburt, missgestal­tet, humpelnd, bucklig, ein Krüppel, der auf dem Schlachtfeld seinem Bru­der Edward gute Dienste geleistet hat. Jetzt ist Edward König, dank einiger Morde, die Richard begangen hat. Dem bringt das Ende des Krieges kei­nen Frieden, zu tief sitzt sein Hass auf den Rest der Welt, zu dem er nie ge­hören wird. Und so mordet er weiter. Er räumt alles aus dem Weg, was ihn daran hindert, als König zu herrschen. Seine Kontrahenten spielt er gegen-einander aus, skrupellos schreitet er durch ein unermessliches Blutbad, bis die Krone ihm gehört. Doch auch die­ser Triumph wird seine Kränkung über das, was die Natur ihm angetan hat, nicht stillen…

Bis heute hat die Titelfigur nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Richards Verführungskraft liegt gerade in seiner hemmungslosen, lustvoll zur Schau gestellten Amoralität. Aber das Stück erschöpft sich nicht in der Dämonisierung eines Psychopathen. Es ist auch das Porträt einer durch interne Kämpfe zerrütteten Machtelite, aus deren Mitte eine perverse Diktatur erwächst.


»Lars Eidinger agiert als ›Richard III.‹ mit einer ungekünstelten Selbstver­ständlichkeit, die ihresgleichen sucht.« DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

»Wie Eidinger da gegen Wände und Pfosten drischt, die Treppen hinauf­hechtet, in der Luft imaginäre Gegner aussticht und schließlich selbst, hin­terrücks, erstochen wird — das ist ein Exzessivitätssolo, ein Intensitätsfina­le.« NACHTKRITIK.DE

»Ganz groß ist der Schluss. Richard III. hat inzwischen alle Menschen umge­bracht, die ihm nahe waren. Nun liegt er ganz allein auf der Bühne und hat Albträume. Dann geht der Showdown los. […] Im Kampf mit niemandem als sich selbst war Eidinger schon das ganze Stück über ganz bei sich.« TAZ

»Eidinger kostet die Böshaftigkeit des Scheusals — wie auch die anderen nicht müde werden ihn zu nennen — mit zahlreichen Gesichtern so saftig aus, wie der Protagonist selbst sich an seinen eigenen bösen Taten zu ergöt­zen weiß. Und es ist eine voyeuristi­sche Freude, dabei zuzusehen.« DIE DEUTSCHE BÜHNE

»Das ist eine große, körperlich bravou­röse Show.« TAGESSPIEGEL


Fotograf, Musiker, DJ, Kunstobjekt und vor allem Schauspieler — im Film, im Fernsehen, auf der Bühne: Kaum ein Künstler ist aktuell so populär wie Lars Eidinger. Seit 2000 gehört er zum Ensemble der Berliner Schaubühne. Thomas Ostermeier bescheinigte ihm »Selbstbewusstsein und die komplette Abwesenheit von Angst, peinlich oder unglaubwürdig rüberzukommen«. Die beiden arbeiteten auch in »Hedda Gabler« zusammen, Sie sahen es 2018 beim Festival. Die Presse bezeichnete »Richard III.« als »Theaterereignis mit Ansage«. Urteilen Sie selbst …

Bereits seit 1999 ist Thomas Ostermeier Intendant der Berliner Schaubühne. Er führt nicht nur die Geschicke des Hauses, sondern inszeniert auch selbst. Beim Hamburger Theater Festival sahen Sie bereits seine Inszenierungen »Prof. Bernhardi« (2017) und »Hedda Gabler« (2018). Ostermeier wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.