Bertolt Brecht

Die heilige johanna der schlachthöfe

Eine Produktion des Berliner Ensembles

Di., 9. Juni 2026, Beginn 19:30 Uhr
Mi., 10. Juni 2026, Beginn 19:30 Uhr

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg


Karten: € 79, € 67, € 49, € 29, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Di., 9. Juni 2026
Beginn 19:30 Uhr
Ticket
Mi., 10. Juni 2026
Beginn 19:30 Uhr
Ticket

Mit: Stefanie Reinsperger, Kathleen Morgeneyer, Marc Oliver Schulze, Amelie Willberg, Nina Bruns

 

Regie und Bühne: Dušan David Pařízek, Kostüme: Kamila Polívková, Musik: Peter Fasching, Licht: Hans Fründt, Dramaturgie: Karolin Trachte

 

Brechts hochaktuelles Wirtschaftskrisenstück als Duell zweier Bühnengigantinnen: Stefanie Reinsperger und Kathleen Morgeneyer im Clinch zwischen Realzynismus und großer Emotionalität.

 

Chicago 1930: Die Viehbörse wird vom »Fleischkönig« Mauler kontrolliert, die Fabriken sind geschlossen. Johanna Dark will den hungernden Arbeitern helfen, sie will wissen, wer an deren Elend schuld ist. In ihren drei Gängen »in die Tiefe« begegnet sie Mauler und glaubt, ihn zur Menschlichkeit zu bekehren. Zunächst will er die Fabriken wieder öffnen, den Arbeitern wieder Lohn und Brot verschaffen. Doch Johanna wurde getäuscht. Die Kälte, die Armut, den Hunger der Arbeiter – Mauler nimmt sie in Kauf, als er die Chance sieht, die anderen Fleischfabrikanten zu erpressen. Johanna kommt zur Einsicht, dass nur »Gewalt hilft, wo Gewalt herrscht«. Doch damit ist sie schon nicht mehr zu hören, sie wird übertönt von den Gesängen, die die Kapitalisten anstimmen. Sie erklären sie darin, jetzt, da sie unwirksam ist, zur Märtyrerin, zu ihrer »heiligen Johanna der Schlachthöfe«.

 

Bertolt Brecht schrieb das Stück 1929–1931 mitten in der Weltwirtschaftskrise. Mit klarem Blick auf einen Markt, in dem der Mensch nie im Zentrum steht, lesen wir es heute als visionären Kommentar zur Gegenwart.

 


»Das ist monumentales, übermenschliches Theater, wie sie [Stefanie Reinsperger] diese Frau Mauler darstellt als ein Emotionswesen, als reines Gefühlswesen. Daneben Kathleen Morgeneyer, die für diese Rolle der Johanna geradezu gemacht ist.«

DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

 

»Mit Starbesetzung und einem Fremdtext zum Fürchten zeigt Dušan David Pařízek, wie aktuell Brechts Wirtschaftskrisenstück heute wieder ist.«

NACHTKRITIK.DE

 

»Darstellerisch ist es ein unglaublicher Abend.«

DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

 

»Ein dichter Abend, an dem man ein Weilchen knabbern kann.«

RADIO3

 

»Der tschechische Regisseur Dušan David Pařízek stellt dem männlichen Sendungsego des Stücks erst einmal die Instanz von zwei Frauen entgegen: Kathleen Morgeneyer als Johanna und Stefanie Reinsperger als Mauler bilden als faustisch verbundenes Figurenpaar das Zentrum der Inszenierung.«

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

 

»Stefanie Reinsperger und Kathleen Morgeneyer treiben das Stück in emotionale Tiefen.«

RBB24

 


Nach 2022 (»Der Diener zweier Herren«) und 2023 (»Der Theatermacher«) spielt Stefanie Reinsperger in diesem Jahr zum dritten Mal im Rahmen des Festivals. Ihre Auftritte und Rolleninterpretationen sind stets ein Ereignis für sich, ihre Bühnenpräsenz ist absolut zwingend, ohne dass sie dabei ihre Kollegen an die Wand spielt. Auch im Fernsehen ist Reinsperger präsent, u. a. als Tatort-Kommissarin. Für ihre Schauspielkunst wurde sie mehrfach ausgezeichnet, jüngst mit dem Titel »Österreicherin des Jahres 2025« in der Kategorie Kulturerbe.

 

Schon einmal erlebten Sie die Schauspielerin Kathleen Morgeneyer als Johanna, damals in Michael Thalheimers beeindruckender Schiller-Inszenierung »Die Jungfrau von Orleans«, die wir Ihnen 2014 zeigten. Morgeneyer spielt hier kongenial neben Reinsperger. Die Schauspielerin wurde mehrfach für ihr Spiel ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis 2017.