Simon Stone nach Euripides

medea

Eine Produktion des Burgtheaters Wien

Mi., 12. Juni 2019, Beginn 19 Uhr
Do., 13. Juni 2019, Beginn 19 Uhr

Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg


Karten: € 68, € 57, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Mi., 12. Juni 2019
Beginn 19 Uhr
Ticket
Do., 13. Juni 2019
Beginn 19 Uhr
Ticket


Mit: Caroline Peters, Steven Scharf, Mavie Hörbiger, Christoph Luser, Irina Sulaver, Falk Rockstroh, Sandro Eder / Moritz Krainz / Wenzel Witura, Noah Fida / Lucas MacGregor / Quentin Retzl

Regie: Simon Stone, Bühne: Bob Cousins, Kostüme: An D’Huys, Fauve Ryckebusch, Musik: Stefan Gregory, Licht: Friedrich Rom, Dramaturgie: Klaus Missbach

»Medea« steht über diesem Abend, aber die tragische Protagonistin heißt Anna. Sie ist eine moderne Frau, jemand, den wir kennen könnten, gar jemand, der wir selber sein könnten. Annas Geschichte offenbart eine Person, die den Halt verliert, mit einer Seelentiefe, einer Verletztheit, einem kalten Zorn antiken Ausmaßes. Simon Stone überschreibt hier das Thema Medea kompromisslos heutig — und schafft einen Psychothriller der Moderne.

Der australische Regisseur und Stückeüberschreiber Simon Stone mischt die antikeTragödie mit einer realen Geschichte: In den 1990ern setzte die amerikanische Ärztin Debora Green nach ihrer Scheidung das Familienhaus in Brand und tötete dabei ihre drei Kinder. Aus Medea wird bei Stone die Pharmazeutin Anna, die gerade einen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter sich hat. Nun will sie die Beziehung zu ihrem Mann Lucas wiederbeleben, der jedoch ein Auge auf die Tochter seines Chefs geworfen hat. Kurz davor, alles zu verlieren, sieht Anna nur noch einen einzigen Ausweg.


»Caroline Peters wirkt wahrhaft überwältigend als Anna. Wie Peters die intelligente Psychopathin mit der zerstörten Frau mischt, dieses Mienenspiel, diese Beweglichkeit, diesen Farbenreichtum macht ihr keiner nach.« DIE PRESSE

»Ein Triumph an der Burg: Simon Stones Inszenierung der »Medea« am Burgtheater wird zum ganz großen Ereignis.« TIROLER TAGESZEITUNG

»Mit größter Behutsamkeit und ohne sie zu pathologisieren, liefert Caroline Peters die schillernde Charakterstudie einer Frau, für die sich Intelligenz und Empfindsamkeit als fataler Makel erweisen.« KLEINE ZEITUNG

»Stone geht es ausschließlich um das Drama der erfolgreichen Frau, die von ihrem fachlich weniger qualifizierten Mann aus erotischem Überdruss und karrieristischen Motiven abserviert wird: #MedeaToo.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Stone gelingt es auch diesmal, in akribischer Konzentration auf Aussage und Schwingungen die richtige Temperatur zu finden, mit scheinbar fernen Stoffen die Gegenwart einzufangen und damit ein gegenwärtiges Publikum zu berühren.« TIROLER TAGESZEITUNG


Der Autor sowie Film- und Theaterregisseur Simon Stone ist ein internationaler Star seines Fachs. Seine Inszenierungen, oft moderne Überschreibungen von antiken oder klassischen Stücken, wurden vielfach prämiert und u. a. im deutschsprachigen Raum, Holland, Norwegen, Australien, Kanada und Italien gezeigt. Stone folgt der Handlung eines Stückes, sucht jedoch nach deren universellem Kern und holt sie ebenso wie die Sprache ins Jetzt. 2017 begeisterte sein »John Gabriel Borkman« das Festivalpublikum. Bei den Salzburger Festspielen inszeniert er in diesem Jahr erneut eine Oper — »Medee« von Luigi Cherubini.

2018 war ein Caroline-Peters-Jahr — die Schauspielerin (»Mord mit Aussicht«) wurde nach 2016 erneut zur »Schauspielerin des Jahres« gekürt, erhielt den Nestroy-Theaterpreis und kam mit »Der Vorname« in die Kinos. Bereits viermal war sie im Rahmen des Festivals zu sehen — nun wieder, als absolut überzeugende Anna.