Friedrich Schiller

maria stuart

Eine Produktion des Burgtheaters Wien. Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen 2021

Sa., 14. Mai 2022, Beginn 19 Uhr
So., 15. Mai 2022, Beginn 19 Uhr
Einführungen in das Stück am 14. und 15. Mai um 18 Uhr*

K6 auf Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg


Karten: € 72, € 58, € 46, € 28 € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufs­stellen oder online

Sa., 14. Mai 2022
Beginn 19 Uhr

Ticket

So., 15. Mai 2022
Beginn 19 Uhr

Ticket

 


Mit: Birgit Minichmayr, Bibiana Beglau, Itay Tiran, Oliver Nägele, Norman Hacker, Tim Werths,
Rainer Galke, Franz Pätzold, sowie 30 Statisten

Inszenierung: Martin Kušej, Bühne: Annette Murschetz, Kostüme: Heide Kastler, Musik: Bert Wrede, Choreographische Arbeit: Daniela Mühlbauer, Licht: Friedrich Rom, Dramaturgie: Alexander Kerlin

Ring frei für zwei herausragende Schauspielerinnen: Bibiana Beglau und Birgit Minichmayr. Das Hamburger Theater Festival zeigt sie als Kontra­hentinnen in Martin Kušejs zwingend intensiver Inszenierung des berühm­ten Königinnen-Dramas. Beglau und Minichmayr begegnen einander in Schillers unvergleichlichen Sprach-und Denkmustern als zwei ungleiche Schwestern, die einander zwischen Politik und Privatem, Erwartung und Hoffnung, Gnade und Gewalt zerrütten.

Die schottische Königin Maria hat Ansprüche auf den Thron von England formuliert, auf dem Elisabeth sitzt. Nach zwei Jahrzehnten in englischer Haft und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, sieht sich Maria in auswegloser Lage. Könnte ihre Befrei­ung gelingen? Wird man sich tatsäch­lich trauen, ein gekröntes Haupt unter das Fallbeil zu legen? Derweil erhöht sich der Druck auf ihre zögernde Gegenspielerin Elisabeth, das Todes­urteil endlich zu unterschreiben.

»Maria Stuart« ist ein Politthriller, eine leidenschaftlich geführte Ausein­andersetzung mit den Themen, die Schiller zeitlebens umtrieben: Was ist Freiheit? Wie funktioniert Politik? Kušej verortet das Machtspiel dort, wo Frauen chancenlos sind — in einer reinen Männerwelt.  


»Unter dem Händchen von Burgthea­terchef Martin Kušej wird Schillers perfekt gebaute Tragödie zum atemlosen Machtthriller.« DER STANDARD

»Im Burgtheater hätte man gestern eine Stecknadel fallen gehört, so atemlos gespannt verfolgte das Publikum, was sich da zwischen Birgit Minichmayr und Bibiana Beglau abspielt.«
SALZBURGER NACHRICHTEN

»Im gleißenden Licht, die Szenen durch Auf- und Abblenden hart tren­nend, wie er es gerne mag, seziert Kušej die Mechanismen der Macht. Mögen zufällig zwei Frauen an der Spitze sein, der Staat ist männlich: Mit den 30 Statisten findet der Regisseur ein starkes, wandelbares Bild. Diese Kerle, fast ständig anwesend, kommen in zig Formationen zusammen und erzählen vieles: Sie stehen für den Staatsapparat, ihre Nacktheit kündet von dessen Potenz. Sie sind Männer­bund und Labyrinth, in dem sich das Individuum verirren, untergehen, aber auch verstecken kann.« MÜNCHNER MERKUR

»Textlich ist’s Schiller pur, in einer Strichfassung, die wohltuend viele Seitengedanken stehen lässt. Da schwingt großer Respekt vor der lite­rarischen Vorlage mit […] Das geht unter die Haut. Viel Jubel für das Schauspielensemble, fast noch mehr für Kušej.« NACHTKRITIK.DE


Bibiana Beglau ist als Film- und Bühnenschauspielerin sehr gefragt. Für Filmrollen erhielt sie u. a. den Silbernen Bären (»Die Stille nach dem Schuss«) und den Adolf-Grimme-Preis (»Der neunte Tag«). Als Theaterschauspielerin hat sie bereits an vielen deutschsprachigen Bühnen gearbeitet, u. a. von 2009 bis 2011 am Thalia Theater. Martin Kušej folgte sie vom Münchner Residenztheater ans Burgtheater Wien. Für »Die bitteren Tränen der Petra von Kant«, das auch im Rahmen des Festivals zu sehen war, erhielt sie den Kurt-Meisel-Preis.

Das intensive, kompromisslose Spiel von Birgit Minichmayr, Ensemblemitglied des Burgtheaters Wien, hinterlässt stets einen bleibenden Eindruck beim Publikum, im Theater ebenso wie in den zahlreichen Filmen, in denen sie mitwirkte. Mehrfach spielte sie im Rahmen des Hamburger Theater Festivals, u. a. 2013 in »Der Weibsteufel« und 2017 in »John Gabriel Borkman«.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.