Frank Wedekind in einer Bearbeitung von Bastian Kraft

LULU

Eine Produktion des Residenztheaters München

So., 24. Mai 2020, Beginn 19:30 Uhr
Mo., 25. Mai 2020, Beginn 19:30 Uhr
Einführung in das Stück mit Regisseur Bastian Kraft am 24. Mai um 18:30 Uhr*

K6 auf Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg


Karten: € 58, € 45, € 31, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

So., 24. Mai 2020
Beginn 19:30 Uhr
Ticket
Mo., 25. Mai 2020
Beginn 19:30 Uhr
Ticket

 


Mit: Liliane Amuat, Juliane Köhler, Charlotte Schwab

Regie: Bastian Kraft, Bühne: Peter Baur, Kostüme: Dagmar Bald, Musik: Arthur Fussy, Licht: Monika Pangerl, Video: Kevin Graber, Dramaturgie: Bendix Fesefeldt

Lustvolle Lulu, berechnende Lulu, Lulu, die Femme fatale. Ihren Werdegang bis in den Untergang hat Frank Wedekind zur vorigen Jahrhundertwende superrealistisch einer empörten Öffentlichkeit vorgeführt. In Bastian Krafts Inszenierung nimmt die Projektionsfigur für schwüle Männerfantasien selbst das Ruder in die Hand. Drei famose Schauspielerinnen teilen sich die Rolle der Lulu und gleichzeitig die der sie begehrenden Gegenspieler. Und die Lust an der Travestie zeigt dabei kein Frauenbild, sondern Lulus Blick auf die Männerbilder, die Wedekind in diesem Stück zeichnet. In einem vielstimmigen Dialog mit sich selbst erzählt Lulu ihre eigene Geschichte.

Über zwanzig Jahre lang arbeitete der Münchner Dramatiker Frank Wedekind an der von ihm sogenannten Monstretragödie, die aufgrund der harschen Zensur zu seinen Lebzeiten keine Aufführung in München erlebte. Zu anrüchig, zu lüstern. Wedekind schuf mit Lulu eine Schlange, geschaffen, um »zu locken, zu verführen« — und um zu morden. Lulus Verführungen treiben ihre Liebhaber*innen in München und Paris reihenweise in den Tod, bis sie sich schließlich in den Londoner Gassen ihrem eigenen Tod in die Arme wirft.


»Kraft inszeniert mit solcher Leichtigkeit, mit Humor und Selbstironie, dass diese ›Lulu‹ zu keiner Sekunde wie ein hübsch verpacktes Moral-Bonbon schmeckt.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Eine faszinierende, hinreißend hippe Revue mit Wedekinds Original als Rahmenhandlung, arrangiert mit fantastischen Regieeinfällen. […] Doch der allergrößte Gag dieser fulminanten Neuinszenierung ist die Leistung der Maskenbildner: Die drei Lulus diskutieren und kommentieren mit Witz und Drolerie die Video-Sequenzen, in denen sie in die Männerrollen geschlüpft sind. Dank Schminke, Perücken, Bärten, Glatzen und der köstlichen Darstellung lächerlichen Machoverhaltens der drei phantastischen Schauspielerinnen sind all die Lulu-Verehrer ins Groteske gesteigert. Toll. Eine vom Premierenpublikum bejubelte ›Monstretragödie‹ der anderen Art.« DONAUKURIER

»Die drei fabelhaften Schauspielerinnen produzieren und sprechen auch Männerschatten, von denen immer mehr in der Projektion zu sehen sind. Dem Making-Of wie den Übereinstimmungen und Abweichungen zwischen beiden Ebenen auf die Spur zu kommen ist allein schon ein Heidenspaß.« NACHTKRITIK.DE

»Die Grundidee stammt immer noch von Wedekind selbst. Doch Lulu ist nicht länger Projektionsfläche von Männerphantasien.« FAZ


Die Schweizer Schauspielerin Charlotte Schwab kennt Hamburg seit den 90er Jahren, in denen sie zum Ensemble des Thalia Theaters gehörte. Auch in den wichtigen Theatern von Berlin, Bochum, Düsseldorf, Zürich u. a. spielte sie. Im Fernsehen ist sie sehr präsent, u. a. spielte sie lange in den Serien »Das Duo« und »Alarm für Cobra 11«. Ihre Kollegin Liliane Amuat ist ebenfalls Eidgenossin, spielte u. a. am Schauspielhaus Zürich und bei den Wiener Festwochen. 2017 erhielt sie den Schweizer Fernsehfilmpreis, 2016 und 2017 war sie beim Berliner Theatertreffen dabei.

Juliane Köhler spielte nach ihrem ersten Engagement in Hannover vor allem in München, am Bayerischen Staatsschauspiel, den Münchner Kammerspielen und dem Residenztheater. Berühmt wurde sie als Aimée im Kinofilm »Aimée und Jaguar«, später durch ihre Hauptrolle in »Nirgendwo in Afrika« und als Eva Braun in »Der Untergang «. Zu ihren vielen Auszeichnungen gehörte 2019 der »Kulturpreis Bayern«.


*Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.