Rainald Goetz, in einer Fassung von Stefan Bachmann und Lea Goebel

JOHANN HOLTROP - ABRISS DER GESELLSCHAFT

Eine Koproduktion des Schauspiels Köln und des Düsseldorfer Schauspielhauses

Mo., 24. Juni 2024, Beginn 19:30 Uhr
Einführung in das Stück mit Regisseur Stefan Bachmann am 24. Juni um 18:30 Uhr*

Auf Kampnagel, k6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg


Karten: € 69, € 58, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Mo., 24. Juni 2024
Beginn 19:30 Uhr
Ticket

 


Mit: Nicola Gründel, Melanie Kretschmann, Anja Laïs, Rebecca Lindauer, Lea Ruckpaul, Cennet Rüya Voss, Luana Velis, Ines Marie Westernströer / Sabine Waibel, Live-Musik: Sven Kaiser, Zuzana Leharová, Annette Maye, Jan Felix Rohde

Regie: Stefan Bachmann, Musikalische Einrichtung und Komposition: Sven Kaiser, Bühne: Olaf Altmann, Kostüme: Jana Findeklee und Joki Tewes, Licht: Michael Gööck, Choreografie/Körperarbeit: Sabina Perry, Dramaturgie: Lea Goebel, Robert Koall

Selten kommentiert Theater die Wirk­lichkeit so treffsicher wie Stefan Bachmanns packende Dramatisierung von Rainald Goetz’ Bestseller »Johann Holtrop«. Die Inszenierung wurde 2023 mit dem wichtigsten Deutschen Theaterpreis »Faust« ausgezeichnet!

Visionär, Karrierist, Menschenfänger, manischer Narzisst, machiavellisti­scher Macher, Stehaufmännchen, Glückskind des Kapitalismus, Ent­scheidungshysteriker: Johann Holtrop ist vieles. Vor allem aber ist er der Vorstandsvorsitzende des Medienkon­zerns Assperg und einer Tochterfirma Arrow PC, 80.000 Mitarbeitende, eine Bilanzsumme von 15 Milliarden Euro. In der gegenseitigen Verachtung der Büroangestellten scheint die Toleranz des jeweils anderen der kleinste ge­meinsame Nenner. Denn alle sind aus­tauschbar. Holtrop lebt im Wahn der absoluten Gegenwart, sein Ego und Charisma walzen alles nieder. Bis die steile Karriere ins Wanken gerät …

In seinem 2012 erschienenen Roman erzählt Rainald Goetz vom Aufstieg und Fall eines Managers — Parallelen zum Fall Thomas Middelhoff (ehem. Bertelsmann-, später Arcandor-Vorstandsvorsitzender, 2014 verurteilt u. a. wegen Untreue) sind durchaus vorhanden. Wie funktionieren die Dynamiken der Macht? Bachmann inszeniert diesen verstörenden Blick in eine von Männern dominierte Welt mit einem rein weiblichen Cast.


»Ein herausragendes Ereignis. Eine unglaubliche Sprachperformance. Nachwirkender Theaterabend mit stehenden Ovationen.« WESTDEUTSCHE ZEITUNG

»Ein Overload, eine mitreißende Zumutung, ›Johann Holtrop — Abriss der Gesellschaft‹ ist Historienstück, Sittengemälde und Weltzustandsbe­schreibung — grotesk, abgründig, ambivalent wie die Hauptfigur.« WDR WESTART

»Jeder Auftritt ist ausgefeilt choreo­graphiert (Körperarbeit Sabina Perry). So wird der Sprechchor fast zum Tanz­theater. Perfekte Profis am Werk.« AACHENER NACHRICHTEN

 »Das achtköpfige Ensemble verkörpert mehr als 20 Figuren und bewältigt mit faszinierender Leichtigkeit ein Textge­birge nach dem anderen.« KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»Das ist Verkörperung von Sprache. Unglaublich, welches Theater sie bieten: einen gespenstischen Mum­menschanz des 21. Jahrhunderts, getrieben von der Sprache, gepeitscht vom Rhythmus der Worte, aufgegrif­fen und verstärkt von der Live-Musik. Das Ensemble geistert grandios durch dieses Stück.« RHEINISCHE POST


Der Schweizer Stefan Bachmann ist seit 2013 inszenierender Intendant des Schauspiels Köln. Er gehört zu den renommiertesten Regisseuren im deutschsprachigen Raum. In Hamburg waren seine Arbeiten mehrfach zu sehen, auch beim Hamburger Theater Festival (2022 mit »Vögel« von Wajdi Mouawad). Für seine Arbeiten wurde er ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedrich-Luft-Preis und dem »Faust« sowie mehrfach mit dem österreichischen Nestroy-Theaterpreis. Apropos Österreich: Ab der Spielzeit 2024/25 übernimmt Bachmann die Intendanz des Wiener Burgtheaters.

Die Schauspielerin Melanie Kretschmann spielt die Titelfigur Johann Holtrop. Deutschlandfunk Kultur urteilt: »große Klasse […] überdreht, hysterisch,
unglaublich agil, stets auf der Kante zum Wahnsinn balancierend«. Sie und ihre Kolleginnen sind den Wortkaskaden der hyperrealistischen Sprache eines Rainald Goetz bestens gewachsen und machen den Abend zum Ereignis.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.