Anton Tschechow

iwanow

Eine Produktion des Schauspielhauses Bochum

Di., 24. Mai 2022, Beginn 18:30 Uhr
Mi., 25. Mai 2022, Beginn 18:30 Uhr

Einführung in das Stück mit Dramaturgin Angela Obst am 24. Mai um 17:30 Uhr*

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg


Karten: 

€ 69, € 58, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Di., 24. Mai 2022
Beginn 18:30 Uhr

Ticket

Mi., 25. Mai 2022
Beginn 18:30 Uhr

Ticket


Mit: Jens Harzer, Jele Brückner, Konstantin Bühler, Thomas Dannemann, Marina Frenk, Gina Haller, Martin Horn, Marius Huth, Veronika Nickl, Bernd Rademacher, Romy Vreden

Regie: Johan Simons, Bühne: Johannes Schütz, Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen, Musik: Benjamin van Dijk, Lichtdesign: Bernd Felder, Dramaturgie: Angela Obst

Iwanow kennt sich selbst nicht mehr. Seine Tatkraft, seine Pläne, seine Energie: verpufft. Vor fünf Jahren hat er Anna geheiratet, eine reiche Jüdin, die aus Liebe zu ihm alles aufgegeben hat. Anna ist an Tuberkulose erkrankt, aber Iwanow hat kein Geld für die Kur, ist verschuldet, und es fehlt ihm jegli­che Kraft, etwas daran zu ändern. Um sich abzulenken, besucht er seinen alten Freund und Gläubiger Lebedew. Dessen Tochter Sascha ist jung, leidenschaftlich, freidenkend — sie verliebt sich in Iwanow. Nach Annas Tod soll nun die Hochzeit von Iwanow und Sascha stattfinden. Doch dann machen Gerüchte die Runde, und Iwanow müsste anfangen, die Initiative zu ergreifen. Müsste …

Iwanow ist eine Paraderolle für den Schauspieler Jens Harzer, der die innere Erregung und äußere Tatenlosigkeit dieses Tschechowschen Archetyps so nahbar an sein Publikum heranbringt, dass von ihm eine kaum nachvollziehbare Faszination ausgeht. Wer die melancholische, heiter-tragi­sche Grundierung des Tschechow-Stü­ckes mag, wird diese Inszenierung mit ihrem charismatischen Protagonisten lieben. Iwanow wirkt trotz — oder gerade wegen? — seines Phlegmas anziehend, ja erotisierend auf sein Umfeld und wird so zu einer der spannendsten Figuren der klassischen Dramenliteratur.


»Wenn man nur einen Abend hätte, um in diesem Jahr ins Theater zu gehen, dann müsste man nach Bochum fahren. Zum Iwanow, mit Jens Harzer. Denn eine solche Aufführung wird man so schnell nicht wieder sehen. So eine großzügige Inszenierung, so ein poeti­sches Spiel. Fast vier Stunden lang dauert dieser Theaterabend, aber das Ende kommt trotzdem viel zu früh. Hier will man einmal nicht wahrhaben, dass nun wieder das sogenannte echte Leben beginnen soll, zu schön, zu tief ist gewesen, was eben auf der Bühne zu sehen war. Zu fühlen vor allem auch.« FAZ

»Dieser Abend ist ein Ereignis.« 3SAT KULTURZEIT

 »Es ist nicht übertrieben, Johan Simons‘ aktuelle Inszenierung, ›Iwanow‹ von Anton Tschechow, ein Meisterwerk zu nennen.« RHEINISCHE POST

»Tschechow hat das Stück erst als Komödie angelegt, es später zur Tragödie umgearbeitet - es ist eine echte Meisterleistung, wie das Schauspiel-Team unter der Regie von Johan Simons nun die alte Komik im Schmerz aufspürt.« WDR 3

»Ein großes Ensemblestück für ein großartiges Ensemble. […] Selten hat man Szenen solcher wilden Zärtlich­keit und sehnsuchtsvollen Ruppigkeit gesehen wie zwischen Harzer und Haller.« THEATER DER ZEIT


»Etwas Zartgespinstiges, Feines, Jetztzeitloses umgibt all seine Figuren. Wie aus anderen Sphären kommend wirken sie manchmal, seltsame Heilige mit einem höheren Sinn, schlenkernd, tänzelnd, flirrend«, so beschrieb die Theaterkritikerin Christine Dössel Jens Harzers Schauspielkunst. Nach langjähriger Zugehörigkeit zu den Ensembles der Münchner Kammerspiele und des Residenztheaters spielt Harzer seit 2009 am Thalia Theater. Er wurde zweimal von Theater heute zum Schauspieler des Jahres gekürt und trägt auf Lebenszeit den Iffland-Ring, der ihm von Bruno Ganz vererbt wurde.

Das Bühnenbild gestaltete Johannes Schütz. Der renommierte Künstler schafft die Rahmen, in denen sich preisgekrönte Dramen entfalten. Er arbeitete mit vielen bekannten Regisseuren, u. a. mit Dieter Dorn, Jürgen Gosch, Matthias Hartmann und Roland Schimmelpfennig. Schütz erhielt u. a. den Theaterpreis Berlin, den Nestroy-Theaterpreis, und den Theaterpreis Hamburg — Rolf Mares.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.