Jean-Paul Sartre

geschlossene gesellschaft

Eine Produktion des Burgtheaters Wien

Fr., 3. Juni 2022, Beginn 19 Uhr
Sa., 4. Juni 2022, Beginn 19 Uhr

Einführungen in das Stück am 3. und 4. Juni um 18 Uhr*

Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg


Karten: € 69, € 58, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen be­kannten Vorverkaufsstellen oder online

Fr., 3. Juni 2022
Beginn 19 Uhr

Ticket

Sa., 4. Juni 2022
Beginn 19 Uhr

Ticket

 


Mit: Dörte Lyssewski, Regina Fritsch, Tobias Moretti, Christoph Luser

Regie: Martin Kušej, Bühne: Martin Zehetgruber, Bühne Mitarbeit: Stephanie Wagner, Kostüme: Werner Fritz, Musik: Aki Traar, Licht: Michael Hofer, Dramaturgie: Alexander Kerlin

Inès, Estelle und Garcin können nur vermuten, warum sie miteinander aus­gerechnet in dieser Hölle gelandet sind: ein Innenraum ohne Fenster und Spiegel. Turmhoch eingemauert, nur ab und zu besucht von einem skurri­len Kellner. Ein Draußen? Gibt es hier nicht. Warum sind gerade diese drei Menschen, die sich im Leben nie be­gegnet sind, hier zusammengepfercht worden? Welche Schuld hat sie hier­hergeführt? Halten sie das Folterbesteck für die anderen bereits in den Händen, ohne es zu wissen?

»Geschlossene Gesellschaft« ist Jean-Paul Sartres Klassiker des Existenzialismus, uraufgeführt 1944 in Paris unter der Herrschaft der Nationalsozialisten. Kušej legt großen Wert auf Schauspielertheater, was in dieser Inszenierung in jedem Moment zu erleben ist. Souverän führen die vier Schauspieler ihr Publikum durch dieses immer helle Jenseits, das keine innere Ruhe erlaubt. Hier gibt es trotz des eigenen Elends kein Miteinander, das von Dauer sein könnte, keinen Trost, nur Schuld ohne Erlösung.

Gleichzeitig ist es das Stück der Stunde: die Ungewissheit, das Einge­schlossen-Sein und die Isolation, die veränderte Wahrnehmung von Zeit, die sich in einer zur Ewigkeit gedehnten Gegenwart bleiern über die Menschen und Dinge legt.

Die im Bühnenbild verwendete Gurkenskulptur ist eine Leihgabe des Künstlers Erwin Wurm, bei der es sich um ein Original aus dessen Werkstatt handelt.


»Was hat Kušej aus diesem Klassiker gemacht? Fantastisch viel, mit vier Stars des Burgtheaters in Hochform. […] Mit Lyssewski, Moretti und Luser zelebriert [Regina Fritsch] diese ein­zigartige Gemeinheit Sartres so, als ob er sie soeben für das Burgtheater geschrieben hätte.« DIE PRESSE

»Martin Kušej nimmt sich für das Vier-Personen-Stück das weite Land der Burgtheater-Bühne und bezieht auch den Zuschauerraum mit ein — bei voller Beleuchtung lösen sich die Grenzen auf, soll man gleichsam als Komplize beteiligt sein am Gesche­hen.« TIROLER TAGESZEITUNG

»Die Hölle, das ist in Martin Kušejs Inszenierung auch das Theater selbst. Auf der Bühne ragt zwar Zehetgrubers Mauer in die Höhe, die imaginäre vier­te Wand zwischen Bühne und Zu­schauerraum aber ist hier sehr durch­lässig […] Es ist die bisher beste Inszenierung von Kušej als Direktor des Burgtheaters überhaupt. […] Das kühle, scharfe Spiel von Tobias Moretti, in dem auch etwas Geisterhaftes mitschwingt, bildet das Zentrum des Abends.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Warum also nicht mutig sein und ge­gen den Chic der Zeit programmieren? Dieser Mut Kušejs wird vom Publikum belohnt.« ORF


Tobias Moretti war bereits 2011 im Rahmen des Hamburger Theater Festivals zu sehen, als er mit Schnitzlers »Das weite Land«, eine Produktion des Münchner Residenztheaters, ebenfalls unter der Regie von Martin Kušej, gastierte. Durch seine hohe Popularität als Film- und Fernsehschauspieler zählt der gebürtige Österreicher zu den bekanntesten Stars im deutschsprachigen Raum. Leidenschaftlich gerne steht er jedoch auch auf der Bühne vor Live-Publikum. Seit 1994 gibt es kaum ein Jahr, in dem seine Arbeit nicht mit mindestens einem Preis ausgezeichnet wurde.

Die Schauspielerin Dörte Lyssewski war bereits mehrfach Gast des Festivals. Zuletzt gastierte sie hier 2018 mit »Vor Sonnenaufgang«, einer Produktion der Wiener Burg, deren Ensemblemitglied sie seit 2009 ist. Bei den Salzburger Festspielen war sie von 1999 bis 2001 im »Jedermann« die Buhlschaft. Ihre Stimme lieh sie u. a. Cate Blanchett in der Herr-der-Ringe-Trilogie.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.