Familie Flöz – Andres Angulo, Björn Leese, Johannes Stubenvoll, Thomas van Ouwerkerk, Michael Vogel

FESTE

Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg und Lessing Theater Wolfenbüttel

Fr., 15. Oktober 2021, Beginn 20 Uhr
Sa., 16. Oktober 2021, Beginn 20 Uhr


K6 auf Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg


Karten: € 51, € 41, € 33, € 23, € 17 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Fr., 15. Oktober 2021
Beginn 20 Uhr

Ticket

Sa., 16. Oktober 2021
Beginn 20 Uhr

Ticket 

 


Mit: Andres Angulo, Johannes Stubenvoll, Thomas van Ouwerkerk

Regie: Michael Vogel, Co-Regie: Björn Leese, Masken: Hajo Schüler, Kostüme: Mascha Schubert, Bühnenbild: Flix Nolze (Rotes Pferd), Video Art Work: Maraike Brüning, Reinhard Hubert, Musik: Maraike Brüning, Benjamin Reber, Lichtgestaltung: Reinhard Hubert, Sound Design: Dirk Schröder, Produktionsleitung: Gianni Bettucci, Produktionsassistenz: Carolin Hartwich

In einem herrschaftlichen Haus am Meer soll eine Hochzeit stattfinden. Hinten, im dunklen Betriebshof, wird geliefert, geputzt, geräumt, bewacht und entsorgt. In einer poetischen Melange aus bitterer Tragik und düsterem Slapstick, geben die liebenswerten Charaktere ihr Bestes, um die reibungslose Versorgung des prächtigen Hauses am Meer zu sichern. Dazu verurteilt, schwach zu bleiben, kämpfen sie um ihre Würde und den Respekt der Starken und Reichen. Aber plötzlich ist das Meer verschwunden und es bleibt nur eine Wüste aus Sand und Stein. Für einen Augenblick steht  alles still. Doch die Musik spielt lauter, das Fest der Liebe soll weitergehen.

Zum zweiten Mal — nach »Infinita« 2014 — zeigt die Familie Flöz ihr einzigartiges Können im Rahmen des Hamburger Theater Festivals. Dass das Spielen mit Masken eine abendfüllende Theaterkunst für ein erwachsenes Publikum sein kann, lehrt uns diese Kompanie mit ihren lebensnahen, fein beobachteten und gänzlich unsentimentalen Stücken. »Feste« ist ein Märchen für Erwachsene ohne Worte. Eine tragikomische Geschichte über die Jagd nach dem individuellen Glück. Die Masken mit ihrer stillen Unbeweglichkeit konterkarieren dabei den tosenden Wahnsinn des Fortschritts.


»Es findet sich auch in dieser atmosphärisch starken Flöz-Inszenierung wieder die schwermütige typische Poesie mit ihrem leisen Zauber, der sich hier in der menschlichen Tragik verbirgt und der dennoch alles zum Guten wenden kann. Es gelingt der Familie Flöz mit ihren unbeweglichen und scheinbar starren Masken erneut, sich vor den Abgründen des Lebens zu retten und doch noch so etwas wie das Glück auch angesichts des drohenden Untergangs zu finden. Das wie immer kreative und darstellerisch starke Flöz-Ensemble setzt gegen die Verzweiflung für die Ausgebeuteten auf eine Perspektive vom besseren Leben, ohne den sozialen Status der einfachen Leute zu ignorieren.« WAZ (ZU »FESTE«)

"... in jedem Moment zutiefst menschlich und berührend." BERLINER MORGENPOST

"In der schönen Regie von Michael Vogel spielen Andres Angulo, Johannes Stubenvoll und Thomas van Ouwerkerk ein kunstvolles Arsenal von dienenden wie von herrschenden Figuren. Ob der Hallodri von Tortenbäcker oder der Zampano von Tanzlehrer, oft transzendieren sie ihre Not mit menschenfreundlichen Chiffren aus Mitleid und Charme." BERLINER ZEITUNG

Zu Familie Flöz:

»Familie Flöz verzaubert. Mit Empathie, Liebe, Grazie — und dem unwiderstehlichen Charme der Phantasie.« BERLINER ZEITUNG

»Seitdem sie vor 20 Jahren beim Festival in Edinburgh auftraten, sind sie international ein Begriff: als jenes Ensemble, dem man die deutsche Herkunft kaum glaubt, so hell, mühelos und elegant ist sein Spielwitz.« DIE ZEIT


Der Erfolg des Ensembles Familie Flöz ist nicht auf Deutschland beschränkt. Seit der Gründung 1994 in Essen spielten ihre Stücke in 43 Ländern. Das ihnen eigene Theater entsteht hier mit Mitteln, die vor der Sprache liegen — jeder Konflikt manifestiert sich zuerst im Körper, ihm entspringt die dramatische Situation. Die Masken transportieren, ähnlich wie Texte, nicht nur eine Form, sondern auch Inhalt. Erst durch die Imagination des Zuschauers wird die Maske lebendig. Er wird damit zum Co-Schöpfer eines Stückes.

»Flöz« bezeichnet im Jargon des Bergbaus die Bodenschichten, in denen wertvolle Rohstoffe eingelagert sind. Der Name ist eine Referenz an die Anfänge der Theaterkompanie in Essen. Vielfach ausgezeichnet, schürft die Familie Flöz bis heute nach »kulturellen Bodenschätzen« und verarbeitete, was sie findet, in mittlerweile zwölf Stücken.