Tennessee Williams

ENDSTATION SEHNSUCHT

Eine Produktion des Berliner Ensembles

Do., 11. Juni 2020, Beginn 20 Uhr
Fr., 12. Juni 2020, Beginn 20 Uhr
Einführung in das Stück mit Regisseur Michael Thalheimer am 11. Juni um 19 Uhr*

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg


Karten: 

€ 68, € 57, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Do., 11. Juni 2020
Beginn 20 Uhr
Fr., 12. Juni 2020
Beginn 20 Uhr


Mit: Cordelia Wege, Sina Martens, Andreas Döhler, Peter Moltzen, Kathrin Wehlisch, Henning Vogt, Max Schimmelpfennig, Lorenz Hochhuth / Hauke Petersen, Sven Fleischmann, Marie Benthin, Rayk Hampel

Regie: Michael Thalheimer, Bühne: Olaf Altmann, Kostüme: Nehle Balkhausen, Musik: Bert Wrede, Licht: Ulrich Eh, Dramaturgie: Sibylle Baschung

Längst vorbei ist das Leben in vererbtem Wohlstand, als sich Blanche bei ihrer Schwester Stella einquartiert. Diese lebt mit ihrem Mann, dem polnischen Einwanderer und Fabrikarbeiter Stanley, auf engstem Raum in einem heruntergekommenen Viertel. Blanches Selbstbild kultureller Überlegenheit, die Attitüden ihrer besseren Herkunft wie auch ihre kapriziöse Verklärtheit provozieren Stanleys Angriffslust bis zum Äußersten…

Imaginierte Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und Charaktere, so verschieden wie Feuer und Eis, treffen in Tennessee Williams’ intensivem Kammerspiel schmerzhaft aufeinander, Unversehrtheit ausgeschlossen. In einer Welt, die den Traum vom Selfmade- Man schürt, stört die fragile Blanche als Zeugin und Sinnbild eines unaufhaltsamen Verfalls. Dass man sich längst in einer sozialen Sackgasse befindet, lassen Stanley und Blanche nur für den jeweils anderen gelten, den sie genau deswegen fürchten, hassen und bekriegen. Michael Thalheimer inszeniert den Sturzflug zweier Menschen aus der Gesellschaft. Die Schieflage ihrer Welt, in der Blanche und Stanley keinen gemeinsamen Nenner zu finden scheinen, versinnbildlicht das fantastische Bühnenbild von Olaf Altmann.


»Ein finsterer, hinreißender Triumph.« DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

»Thalheimers szenischer Reduktionismus und seine inhaltsdestillierende Konzentration greifen hier wieder aufs Beste ineinander — in Kombination mit beglückender schauspielerischer Präzision. « TAGESSPIEGEL

»Das ganze Ensemble ist eine Wucht bis in die kleinste Nebenrolle hinein. ‚Endstation Sehnsucht‘ im Berliner Ensemble ist ein ganz großes Schauspielfest. « RBB INFORADIO

»Dass das Südstaaten-Melodram von 1947 hier trotzdem frisch und klar wirkt, liegt vor allem an seinem herausragenden Ensemble. Jede Figur ist glänzend besetzt und sorgfältig konturiert. Wie Cordelia Wege in der Rolle der Blanche langsam in den Wahnsinn driftet, wie sie flirrt und flattert, kommandiert und herrscht, sehnt, kichert und zittert, das ist unbedingt sehenswert. « BERLINER MORGENPOST

»Eine Sozialstudie von unten, existenziell zugespitzt wie immer bei Thalheimer, filigran gearbeitet und von bezwingender Kraft.« THEATER HEUTE


Der Regisseur Michael Thalheimer ist bekannt für sein intensives, aufs Wesentliche reduzierte Theater. Die Innerlichkeit von Charakteren kehrt er nach außen und liefert sie damit nicht selten der schonungslosen Ansicht aus — für die anderen Handlungsfiguren, aber auch für das Publikum. Einige von Thalheimers Regiearbeiten waren in den vergangenen Jahren im Rahmen des Hamburger Theater Festivals zu sehen, herausragend unter den insgesamt beeindruckenden Produktionen die »Medea« mit Constanze Becker in der Titelrolle.

Mit großer Intensität und Empathie spielt Cordelia Wege in Thalheimers Inszenierung die weltentrückte Blanche DuBois. Wege studierte Schauspiel in Leipzig, es folgten Engagements an der Volksbühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus und seit 2008 am Schauspiel Leipzig. Sie ist ebenfalls in Film und Fernsehen zu sehen, u. a. als Greta Doppler in der Netflix-Serie »Dark«.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.