Jean-Paul Sartre

DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE

Eine Produktion des Schauspiels Köln

So., 31. Mai 2020, Beginn 19:30 Uhr
Mo., 1. Juni 2020, Beginn 19:30 Uhr
Einführung in das Stück mit Dramaturgin Lea Goebel am 31. Mai um 18:30 Uhr*

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg


Karten: € 67, € 55, € 44, € 27, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

So., 31. Mai 2020
Beginn 19:30 Uhr
Mo., 1. Juni 2020
Beginn 19:30 Uhr

 


Mit: Martin Reinke, Nikolaus Benda, Katharina Schmalenberg, Sophia Burtscher, Benjamin Höppner, Johannes Benecke, Ilian Dexl, Feline Przyborowski, Hans Rodehüser, Helmuth Stelberg, Annika Wiessner

Regie: Bastian Kraft, Bühne: Wolfgang Menardi, Kostüme: Inga Timm, Video: Jonas Link, Musik: Fabian Ristau, Licht: Michael Gööck, Live-Kamera: Jonathan Kastl, Dramaturgie: Sibylle Dudek

Zeitlos und gleichzeitig hochaktuell: Jean-Paul Sartres Drama von 1948 vermengt eine brisante Dreieckskonstellation zu einem politischen Denkspiel. Das Schauspiel Köln zeigt es als atmosphärisch dichte Versuchsanordnung mit herausragenden Schauspielern und raffinierter Bühne in der Regie von Bastian Kraft.

Der junge Intellektuelle Hugo bricht mit seiner bürgerlichen Herkunft und dient sich dem revolutionären Flügel der Kommunisten an. Sein erster Auftrag folgt prompt: Die Ermordung des Parteifunktionärs Hoederer, der ein Bündnis mit den bürgerlichen und nationalistischen Kräften im Land anstrebt. Hugo gibt sich als Sekretär aus und zieht in Hoederers Haus. Doch die Begegnung mit dem charismatischen Pragmatiker lässt Hugo den Mord hinauszögern. Als Hoederer und Hugos Frau Jessica einander näher kommen, wird das politische Kräftemessen um eine persönliche Ebene erweitert — eine tödliche Mischung...

Kann Machtausübung funktionieren, ohne sich die Hände schmutzig zu machen? Gibt es eine politische Tat, die frei ist von persönlichen Motiven? Sartres berühmtes Theaterstück ist ein Politthriller über Macht und Moral, Freiheit und Verantwortung.


»Phänomenal gelungene Inszenierung von Sartres ›Die schmutzigen Hände‹. […] So zwingend und doppelbödig wie ein Hitchcock-Thriller. […] Für seine Kölner Inszenierung hat sich Regisseur Bastian Kraft ein listenreiches, die Wahrheit permanent infrage stellendes Spiegelkabinett bauen lassen […] ein Abend von atemberaubender technischer Virtuosität…« KÖLNER STADTANZEIGER

»Ein atemberaubend gelungener Theaterabend, spannend und intensiv wie ein Film noir, zugleich ein hochaktueller Diskurs über politische Moral.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Unter der Regie von Bastian Kraft liefert das Bühnenensemble ein faszinierendes, mitreißendes Spiel zu stets aktuellen Fragen: Wie wird Politik gemacht, wie flexibel dürfen Grundüberzeugungen gehandhabt werden, welche Mittel dürfen zur Umsetzung von Zielen eingesetzt werden? Eine Antwort macht Kraft sich und den Zuschauern nicht leicht.« REPORT-K.DE

»Tosender Beifall für Theater auf allerhöchstem Niveau« GENERAL ANZEIGER


Den Regisseur Bastian Kraft kennt man in Hamburg seit 2009: Für das Thalia in der Gaußstraße inszenierte er Kafkas »Amerika« und gewann damit den Publikumspreis des Festivals »radikal jung«. Es folgten Arbeiten für fast alle wichtigen Theater des deutschsprachigen Raums. Ob Romanadaption oder originäres Drama: Krafts Zugriff ist furchtlos, multimedial und fokussiert stets auf die Figuren. 2013 erhielt Kraft den Rolf-Mares-Preis. 2018 begeisterte sein »Tod eines Handlungsreisenden« das Publikum des Hamburger Theater Festivals.

Martin Reinke studierte Mathematik und Philosophie, bevor er sich fürs Schauspielen entschied. Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Köln, Burgtheater u. a.: Reinke hat an großen Häusern Charakterrollen von Karl Moor bis Mephisto verkörpert. Auch im Salzburger »Jedermann« war er mehrere Jahre zu sehen. In »Die schmutzigen Hände« spielt er den charismatischen Politiker Hoederer.


*Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.