Aischylos

die orestie

Eine Produktion des Burgtheaters Wien
Eröffnung des Hamburger Theater Festivals durch den Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und den Intendanten des Festivals Dr. Nikolaus Besch

Mo., 6. Mai 2019, Beginn 19 Uhr
Di., 7. Mai 2019, Beginn 19 Uhr

Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg


Karten: € 68, € 57, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Mo., 6. Mai 2019
Beginn 19 Uhr
Ticket
Di., 7. Mai 2019
Beginn 19 Uhr
Ticket

 


Mit: Caroline Peters, Maria Happel, Andrea Wenzl, Barbara Petritsch, Aenne Schwarz, Sarah Viktoria Frick, Irina Sulaver

Regie: Antú Romero Nunes, Bühne: Matthias Koch, Kostüme: Victoria Behr, Musik: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel, Licht: Friedrich Rom, Chorleitung: Bernd Freytag, Dramaturgie: Klaus Missbach

Drei Teile, ein Thema: Rache. Aischylos beginnt seine Tragödientrilogie »Orestie« mit der Heimkehr des Agamemnon nach zehn Jahren Trojanischen Krieges. Auf seinem Haus lastet ein Fluch. Agamemnon selbst hat seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis geopfert. Seine Frau Klytaimestra lebt im Ehebruch mit Aigisthos, sie ermordet Agamemnon.

Im zweiten Teil, den Choeophoren, nimmt wiederum ihr Sohn Orest Rache für den Tod des Vaters. Er erschlägt Aigisthos und seine Mutter Klytaimestra.

Im dritten Teil, den Eumeniden, durchbricht der Dichter den Kreislauf der Rache: Die Göttin Pallas Athene beendet den Mechanismus des Tötens; sie verfügt, dass Orest nicht der Rache zum Opfer fällt, sondern sich vor einem Gericht, bestehend aus den Bürgern Athens, verantwortet — der Anfang der Moderne.

Der Regisseur Antú Romero Nunes erzählt »Die Orestie« mit sieben Schauspielerinnen aus der Perspektive der Erinyen, die Pallas Athene als Werkzeug ihrer Macht dienen. Die sieben werden gezwungen, ihre alte Funktion als Rachegöttinnen aufzugeben und sich in eine demokratische Rechtsordnung zu fügen.


»Antú Romero Nunes hat seine bislang beste Arbeit in Wien abgeliefert […] einen Abend großer Kunst.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Verknappt, spannend, zeitlos. Und unkonventionell. [...] Eine spannende und beklemmende Lektion über Machtmissbrauch, sinnlose [...] Vergeltungssucht, dargeboten von chorreichen und fast durchwegs glorreichen Sieben.« KLEINE ZEITUNG

»Antú Romero Nunes jedoch versteht es, in seiner Inszenierung […] in beeindruckender Weise Text und Handlung so zu verdichten, dass man die Details gar nicht kennen muss, um dennoch einen Gesamteindruck von diesem überwältigenden Stück Weltliteratur zu bekommen.« DIE PRESSE

»Schlüssig und famos umgesetzt erweist sich die Idee, aus dem Chor von sieben Schauspielerinnen [...] auch sämtliche handelnden Figuren herauszulösen. Einmal umgedreht, und schon rafft sich Caroline Peters als mächtige Klytaimnestra ihr Gorgonenhaar. Genial auch Maria Happel als gehörnter Agamemnon auf Kothurnen oder Aenne Schwarz als rasender Orestes [...]« DER STANDARD


Maria Happel, Caroline Peters, Andrea Wenzl — alle drei brillierten bereits einmal oder mehrfach in Stücken des Festivals. Hier sind die drei markanten Schauspielerinnen, optisch durch beeindruckende Masken- und Kostümbildnerkunst verfremdet, eins mit ihren vier Kolleginnen und bilden einen siebenköpfigen, mystischen Korpus. Das chorische Zusammenwirken gehört zum Faszinosum der starken Inszenierung und lässt die Antike im Jetzt entstehen.

Er ist ein Shooting Star: Antú Romero Nunes. 2010 zeichnete »Theater heute« ihn als Nachwuchsregisseur des Jahres aus. Seit 2014 ist er Hausregisseur am Thalia Theater. Seine Regie »Die Odyssee — Eine Irrfahrt nach Homer« (Thalia Gaußstraße) wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen.