Michael Frayn

DER NACKTE WAHNSINN

Eine Produktion des Burgtheaters Wien

Fr., 29. Mai 2020, Beginn 19:30 Uhr
Sa., 30. Mai 2020, Beginn 19 Uhr

Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20095 Hamburg


Karten: € 68, € 57, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Fr., 29. Mai 2020
Beginn 19:30 Uhr
Ticket
Sa., 30. Mai 2020
Beginn 19 Uhr
Ticket

 


Mit: Norman Hacker, Sophie von Kessel, Till Firit, Genija Rykova, Thomas Loibl, Katharina Pichler, Falk Rockstroh, Deleila Piasko, Arthur Klemt

Regie: Martin Kušej, Bühnenbild: Annette Murschetz, Kostüme: Heide Kastler, Licht: Gerrit Jurda, Dramaturgie: Angela Obst

Michael Frayns berühmte Komödie, exzellent-atemlos inszeniert vom neuen Chef des Wiener Burgtheaters Martin Kušej — ein Festival-Leckerbissen! Der Regisseur ist mit seinen Nerven am Ende. In nicht einmal 24 Stunden wird die Theaterpremiere der Komödie ‚Nackte Tatsachen‘ stattfinden, und die Schauspieler versagen. Gut, die Probenzeit war kurz für diesen boulevardesken Tür-auf-Tür-zu- Reigen, es geht um ein Potpourri menschlicher Leidenschaften...

Sobald die Generalprobe mit Ach und Krach überstanden ist, ist nach dem Spiel wieder vor dem Spiel: Das Stück beginnt noch einmal, und diesmal sehen wir dem Ensemble von der Hinterbühne aus zu. Es ist Zeit vergangen, die Inszenierung weist einigen Verschleiß auf, die amourösen Verwicklungen fordern ihren Tribut, Spielverabredungen sind längst Verhandlungssache, doch auf magische Weise gibt es keine Toten, sondern den erlösenden Schlussvorhang. Und dann sehen wir das Stück ein drittes Mal — nimmt das denn nie ein Ende?

Natürlich nicht! Michael Frayn benutzt mit wilder Lust das Spiel im Spiel und lässt uns durch diese (unendlich fortsetzbare) Entgrenzung über Wahrheit und Fiktion nachdenken und das Spiel mit seinem kostbaren Freiheitsmoment feiern.


»›Der nackte Wahnsinn‹ ist der köstlichste aller Gottesbeweise.« DER STANDARD

»Kleinteilig, präzise auf Rhythmus und Tempo durchchoreografiert, gibt es keine Sekunde zum Luftholen, dafür jede Menge Text. Was für eine Leistung, wenn verdammt gute Schauspielerinnen verdammt miese Schauspielerinnen spielen.« NACHTKRITIK.DE

»Hinreißende Schauspieler, ein rundum tolles Ensemble, was da zweieinhalb Stunden auf der Bühne selbstreferentiell herumtobt. […] Keine Sekunde Langeweile.« DEUTSCHLANDFUNK

»Die Anarchie der Gruppendynamik verwüstet auf das Komischste die vom uhrwerkhaft präzisen Timing abhängigen Verabredungen der Tür-auf-Türzu- Dramaturgie. Kušej lässt nichts anbrennen. Da er schon früh ein sehr hohes Tempo einlegt, um rutschige Sardinen, Treppenstürze und fallende Hosen einzuführen, treibt sich die Inszenierung selbst in den Wahnsinn. Den, freilich, haben die Schauspieler, die erstklassig darin sind, drittklassige Darsteller in einem fünftklassigen Stück zu spielen, virtuos im Griff.« ABENDZEITUNG


Martin Kušej gilt als der »Berserker« unter den Theaterregisseuren. Seine Arbeiten, von denen einige beim Hamburger Theater Festival gezeigt wurden (zuletzt 2018 »Die bitteren Tränen der Petra von Kant«), sind fokussiert, druckvoll, finster, abgründig. Dass Kušej auch Komödie inszenieren kann, zeigt der Intendant des Wiener Burgtheaters in dieser Inszenierung, die er von seiner letzten Wirkungsstätte, dem Residenztheater München, mitgenommen hat. Kušej erhielt zahlreiche Auszeichnungen für diverse seiner aufsehenerregenden Inszenierungen.

Die Schauspielerin Katharina Pichler begann ihre künstlerische Laufbahn am Schauspielhaus Graz. Es folgten Engagements u. a. am Deutschen Schauspielhaus und am Thalia Theater. In ihrer Zeit am Residenztheater lernte sie Martin Kušej als Intendanten so schätzen, dass sie ihm jetzt ans Burgtheater folgte. Pichler ist auch aus dem Fernsehen, u. a. dem Lissabon-Krimi, bekannt.