Molière, Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens

DER MENSCHENFEIND

Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin

Di., 31. Mai 2022, Beginn 19:30 Uhr
Mi., 1. Juni 2022, Beginn 19:30 Uhr

Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg


Karten: € 69, € 58, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Di., 31. Mai 2022
Beginn 19:30 Uhr

Ticket

Mi., 1. Juni 2022
Beginn 19:30 Uhr

Ticket

 


Mit: Ulrich Matthes, Manuel Harder, Franziska Machens, Lisa Hrdina, Judith Hofmann, Timo Weisschnur, Jeremy Mockridge, Elias Arens

Regie: Anne Lenk, Bühne: Florian Lösche, Kostüme: Sibylle Wallum, Musik: Camill Jammal, Licht: Matthias Vogel, Dramaturgie: Sonja Anders

Feine Charakterstudien und hinter­gründiger Witz zeichnen die berühmte Komödie Molières aus und erlauben es dem wunderbar aufspielenden achtköpfigen Ensemble, das Publikum ganz in seinen Bann zu ziehen. Es geht um Liebe — vordergründig. Auch hintergründig. Vor allem abgründig: Die Regisseurin Anne Lenk lässt ihre Figuren das verbale Kräftemessen mit ebenso viel Sinnlichkeit wie Härte zelebrieren. Ulrich Matthes‘ Alceste, ein sardonischer Eigenbrötler, der die Witwe Célimène umwirbt, entpuppt sich als stiller (Ver-)Zweifler, sein weiblicher Counterpart, gespielt von Franziska Machens, ist die flippante Gesellschaftslöwin, die ihren wider­spenstigen Verehrer selbstbewusst an der Nase herumzuführen weiß. Molière wusste, wovon er schrieb: Seine Komödie spielt in den feinsten Kreisen der Gesellschaft, in denen der Dichter selbst lebte und liebte.

In klug gereimten Versen schlägt ein Argument das andere, trickst eine Formulierung die andere aus. Anne Lenk verwendet die großartige Über­setzung von Jürgen Gosch und Wolf­gang Wiens: Deren feinsinnigen Wortwitz nehmen die acht Darsteller genussvoll auf, genießen Pausen und Pointen. Das raffinierte Bühnenbild und die treibende Musik tragen ihren Teil dazu bei, diesen Abend unvergess­lich zu machen.


»Die Aufführung ist nicht nur in ihrer Leichtigkeit, Intelligenz und schnörkellosen Klarheit ein Vergnügen. Wohltuend ist Lenks Vertrauen auf einen Klassiker, den sie ernst nimmt, und ihre Konzentration auf die Sprache und ihre Raffinessen.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Unbestritten gelingt Anne Lenk ein klug austarierter, kurzweiliger Abend mit grandiosen Schauspielern und rasanten Wortgefechten.« TAZ

»Das Bühnenbild, treibende Clubmusik und das Licht als Requisit saugen die Zuschauer in das Geschehen. Zu Recht gibt es nach 90 Minuten donnernden Applaus.« RBB24

»Ernsthaft und komisch zugleich; mit lässig ausgespieltem Witz und tiefer liegendem Erkenntnispotenzial. Da kann man [...] durchaus mal die dreieinhalb Jahrhunderte vergessen, die uns von Molière trennen.« DER TAGESSPIEGEL

»Selten so gelacht.« MÄRKISCHE ALLGEMEINE

»Schon rein sprachartistisch ein rarer Hochgenuss! [...] Ulrich Matthes, der begnadete Charakterdarsteller, findet für alles noch so kontrovers Erscheinende genau den richtigen Ton.« SÜDWEST PRESSE


Der Schauspieler Ulrich Matthes liebt das Spiel vor Publikum vielleicht noch mehr als das vor der Kamera. Dennoch kennt ihn eine breite Öffentlichkeit aus dem TV, spätestens seit seiner Darstellung des Josef Goebbels in »Der Untergang«. Das Publikum des Hamburger Theater Festivals liebt Matthes‘ intensives Spiel, mit dem er bereits in vielen Festival-Spielzeiten begeisterte, u. a. 2018 als Willy Loman in »Tod eines Handlungsreisenden« und beim letztjährigen Festival-Auftakt mit seiner meisterhaften Interpretation von Wolfgang Borcherts »Schischyphus«.

Die Regisseurin Anne Lenk arbeitete bereits als Hausregisseurin in Augsburg sowie für Bühnen in Lübeck, Bochum, Aachen und Osnabrück. Sie inszenierte am Residenztheater München, dem Thalia Theater, an der Wiener Burg und dem Deutschen Theater Berlin. Ihre Inszenierung von »Der Menschenfeind« wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen und mit dem Friedrich-Luft-Preis 2020 ausgezeichnet.