Molière, Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens

DER MENSCHENEIND

Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin
Eröffnung des Hamburger Theater Festivals durch den Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und den Intendanten des Festivals
Dr. Nikolaus Besch

Di., 21. April 2020, Beginn 19:30 Uhr
Mi., 22. April 2020, Beginn 19:30 Uhr
Einführung in das Stück mit Regisseurin Anne Lenk und Dramaturgin Sonja Anders (Intendantin Schauspiel Hannover) am 21. April um 18:30 Uhr*

Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg


Karten: € 68, € 57, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Di., 21. April 2020
Beginn 19:30 Uhr
Ticket
Mi., 22. April 2020
Beginn 19:30 Uhr
Ticket

 


Mit: Ulrich Matthes, Manuel Harder, Franziska Machens, Lisa Hrdina, Judith Hofmann, Timo Weisschnur, Jeremy Mockridge, Elias Arens

Regie: Anne Lenk, Bühne: Florian Lösche, Kostüme: Sibylle Wallum, Musik: Camill Jammal, Licht: Matthias Vogel, Dramaturgie: Sonja Anders

Ulrich Matthes spielt Molière! Als Alceste liebt er Célimène, doch die junge Witwe hält ihn hin. Ungeduldig begibt er sich in ihr Haus, um von ihr ein klares Bekenntnis zu hören. Dort trifft er auf Freunde und Konkurrenten, auf eine Gesellschaft, die bei Hof ein- und ausgeht und deren formvollendete Umgangsformen er als verlogen und geheuchelt ablehnt. Alceste wiederum ist allen bekannt, er hat sich seinen Ruf redlich verdient: Der ‚Menschenfeind‘ ist ein anstrengender Charakter, klug, witzig, wohlhabend und voller Hass auf die Welt, zu der er gehört. Er schlägt um sich, verletzt mit Worten, predigt unbedingte Wahrheit, Kompromisslosigkeit und Weltflucht.

Dass das Stück bis heute zu den ganz großen Komödien gehört, liegt am Genie Molières, der damit vermutlich sein am meisten autobiografisch geprägtes Stück vorlegte. Am Hof Ludwigs XIV. angekommen, klarsichtig und verführbar und einer um 21 Jahre jüngeren Frau erlegen, wusste Molière, dass nichts komischer ist als der Mensch im Strudel seiner Schwächen. Der berühmte Dramatiker durchschaute die Mechanismen des Hofes und dessen Macht-Hierarchie. Die Regisseurin Anne Lenk und das glänzend aufgelegte, äußerst spielfreudige Ensemble des Deutschen Theaters verführen das Publikum nach allen Regeln der Kunst.


»Die Aufführung ist nicht nur in ihrer Leichtigkeit, Intelligenz und schnörkellosen Klarheit ein Vergnügen. Wohltuend ist Lenks Vertrauen auf einen Klassiker, den sie ernst nimmt, und ihre Konzentration auf die Sprache und ihre Raffinessen.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Unbestritten gelingt Anne Lenk ein klug austarierter, kurzweiliger Abend mit grandiosen Schauspielern und rasanten Wortgefechten.« TAZ »Das Bühnenbild, treibende Clubmusik und das Licht als Requisit saugen die Zuschauer in das Geschehen. Zu Recht gibt es nach 90 Minuten donnernden Applaus.« RBB24

»Ernsthaft und komisch zugleich; mit lässig ausgespieltem Witz und tiefer liegendem Erkenntnispotenzial. Da kann man [...] durchaus mal die dreieinhalb Jahrhunderte vergessen, die uns von Molière trennen.« DER TAGESSPIEGEL

»Selten so gelacht.« MÄRKISCHE ALLGEMEINE

»Schon rein sprachartistisch ein rarer Hochgenuss! [...] Ulrich Matthes, der begnadete Charakterdarsteller, findet für alles noch so kontrovers Erscheinende genau den richtigen Ton.« SÜDWEST PRESSE


Der Schauspieler Ulrich Matthes liebt das Spiel vor Publikum vielleicht noch mehr als das vor der Kamera. Dennoch kennt ihn eine breite Öffentlichkeit aus dem TV, spätestens seit seiner Darstellung des Josef Goebbels in Oliver Hirschbiegels Film »Der Untergang«. Das Publikum des Hamburger Theater Festivals liebt Matthes‘ intensives Spiel, häufig in tragischen Rollen, mit dem er bereits in mehreren Festival-Spielzeiten begeisterte, zuletzt 2018 als Willy Loman in »Tod eines Handlungsreisenden« und 2019 mit seiner mitreißend-fröhlichen Lesung der Schiller-Balladen.

Die Regisseurin Anne Lenk arbeitete bereits als Hausregisseurin in Augsburg sowie für Bühnen in Lübeck, Bochum, Aachen und Osnabrück. Mehrfach inszenierte sie bereits am Residenztheater München und dem Thalia Theater und aktuell am Burgtheater Wien. Mit ihren Arbeiten war sie bereits mehrmals zu Festivals eingeladen, erstmals jetzt zum Hamburger Theater Festival.


 *Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.