Arthur Schnitzler

der einsame weg

Eine Produktion des Theaters in der Josefstadt, Wien

Di., 28. Mai 2019, Beginn 20 Uhr
Mi., 29. Mai 2019, Beginn 20 Uhr

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg


Karten: € 63, € 52, € 41, € 25, € 15 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Di., 28. Mai 2019
Beginn 20 Uhr
Ticket
Mi., 29. Mai 2019
Beginn 20 Uhr
Ticket

 


Mit: Marcus Bluhm, Therese Lohner, Alexander Absenger, Alma Hasun, Ulrich Reinthaller, Bernhard Schir, Maria Köstlinger, Peter Scholz

Regie: Mateja Koležnik, Bühne: Raimund Orfeo Voigt, Kostüme: Alan Hraniteli, Choreografie: Matija Ferlin, Musik: Nikolaj Efendi, Licht: Emmerich Steigberger, Dramaturgie: Matthias Asboth

So ein feiner, leiser, wohltemperierter Untergang — keiner kann es so wie Arthur Schnitzler! In diesem Meisterwerk des Wiener Fin-de-Siècle-Dramatikers feiert die Melancholie ein rauschendes Fest, inszeniert von Mateja Koležnik als atemlos-rasanter Leerlauf der Gefühle.

Nach Jahren begegnet der Maler Julian Fichtner der Frau wieder, die er einst verführte und sitzen ließ — der Künstler wollte seine Freiheit. Gabriele, inzwischen verheiratet mit Professor Wegrat und Mutter zweier erwachsener Kinder, Felix und Johanna, ist todkrank. Sie offenbart den Kindern, dass Felix Julian Fichtners Sohn ist. Felix aber bekennt sich zu seinem Ziehvater Wegrat und zerstört so Fichtners Hoffnung, ihm eine Vaterfigur zu sein. Felix’ Schwester Johanna indes liebt den ebenfalls eine tödliche Krankheit tragenden Herrn von Sala, einen alten Freund der Familie. Alles ausweglos: Johanna begeht Selbstmord, von Sala ebenfalls. Den Überlebenden bleiben einsame Wege ins Alter.

Die Regisseurin holt Schnitzler in die Gegenwart. Aller Wiener Schmäh wurde dieser Inszenierung aus dem Pelz gebürstet. Was bleibt, ist das psychologische Spiel, das sein Pendant nicht nur in der Darstellung findet, sondern auch im grandiosen Bühnenbild.


»Koležnik zoomt in ihrer vor Spannung knisternden [...] Inszenierung noch etwas stärker an sie [Felix und Johanna] heran. Alles Beiwerk, jeden Schnörkel [...] hat sie gestrichen. In kurzen 90 Minuten erzählt sie von der Auflösung einer Familie, die nur durch die Ausblendung aller Wahrheiten eine sein konnte.« DER STANDARD

»Koležnik inszenierte ein Psychodrama, das durch die bedrohlichen Geräuschkulissen von Nikolaj Efendi und die hallend verstärkten Stimmen nachgerade zum Psychothriller wird.« KURIER

»Die pausenlosen eineinhalb Stunden haben Spannung und die Atmosphäre rasenden Stillstands. Mithilfe eines exzellenten Ensembles erlebt man das Jahrhundertwendestück überraschend heutig geschärft, als überzeugendes wie stimmiges Kondensat.« KRONEN ZEITUNG

»Was an Text unverzichtbar ist, wird Situation. So wird das Stück spannend, so kommen die Menschen aus dem weiten Land der Psychologie dem Publikum an die Haut, so applaudiert es neben dem große Vergleiche aushaltenden Ensemble auch dem Mut des Hauses. Die Freude an der Befreiung des Stückes ist dominant.« DIE ZEIT


Zum ersten Mal gastiert eine Produktion des Theaters in der Josefstadt beim Hamburger Theater Festival. Die Wiener Bühne wurde bereits 1788 gegründet. Hier spielten und schrieben Johann Nestroy und Ferdinand Raimund. Zu den vielen berühmten Schauspielerinnen und Schauspielern gehörten u. a. Paula Wessely, Lotte Lang, Fritz Muliar, Otto Preminger, Helmut Qualtinger, Helmuth Lohner, Otto Schenk u.v.m. Berühmt ist das Theater auch für Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen (Grillparzer, Molnar, Horváth).

Die vielfach ausgezeichnete slowenische Regisseurin Mateja Koležnik ist im deutschsprachigen Raum ein später Shooting Star. 2012 gab sie hier ihr Debüt am Schauspiel Chemnitz, es folgten u. a. Leipzig und München. Davor inszenierte sie an den großen Theatern im ehemaligen Jugoslawien. In diesem Jahr führt Koležnik erstmals Regie bei einer Produktion der Salzburger Festspiele.