René Pollesch

Cry Baby

Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin

Di., 21. Mai 2019, Beginn 20 Uhr
Mi., 22. Mai 2019, Beginn 20 Uhr

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg


Karten: € 68, € 57, € 46, € 28, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Di., 21. Mai 2019
Beginn 20 Uhr
Ticket
Mi., 22. Mai 2019
Beginn 20 Uhr
Ticket

 


Mit: Sophie Rois, Christine Groß, Bernd Moss, Judith Hofmann, Chor: Barbara Colceriu, Aysima Ergün, Therese Lösch, Sarah Quarshie, Milena Schedle, Stella Sticher, Beatrix Strobel, Julia Zupanc (Studentinnen aus dem 3. Studienjahr Schauspiel der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin), Lea Beie, Josephine Lange, Charlotte Mednansky, Thea Rasche

Text und Regie: René Pollesch, Bühne: Barbara Steiner, Kostüme: Tabea Braun, Chorleitung: Christine Groß, Licht: Cornelia Gloth, Dramaturgie: Anna Heesen, Bernd Isele

Willkommen zu Polleschs postmoderner Pyjama-Party!
Sie sei so müde, verkündet die unwiderstehliche Sophie Rois, und versucht actionreiche 70 Minuten zu schlafen. Ständig redend, ständig an den Rädchen des Verstandes drehend, bei aller Überdrehtheit doch so leidend an der Müüüdigkeit. »Heul doch« (»Cry baby«), entgegnet ihr scheinbar der Regisseur und Autor des Stückes René Pollesch lapidar und lässt seine begnadete Frontfrau einen wilden sprachlichen und spielerischen Ritt auf dem Rokoko-Bett reiten.

Sehen Sie ein Spektakel ums Schlafen, Träumen und Wachen, mit Chor und Clowns und Fechtmeistern und so vielem mehr. Polleschs Figuren folgen keiner Handlung, dafür sind sie viel zu beschäftigt mit einer ständigen Selbstbe- und -hinterfragung. Sie spielen nicht, sie performen, hyperaktiv und zum Schreien komisch, auch wenn jede sprachliche und körperliche Verrenkung am Abgrund einer düsteren Bedeutung passiert. Pollesch kann man nicht erklären, man muss ihn sehen.


»Als Autor hat Pollesch alle Ideen, Phantasien und Querverweise, als Regisseur alle szenischen Kunstmittel souverän in der Hand. Zwischen Tradition und Vision, zwischen emotionalen Wahrheiten und intellektuellen Volten entwickelt er mit dem hervorragenden Ensemble seine schöne, überzeugend verdichtete Inszenierung.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Sophie Rois: Sie gibt dem Abend, der zu einem brachialen Ritt durch die Literatur- und Theatergeschichte wird, die satirische Würze. […] Wie immer bei Pollesch, aber diesmal brüllkomisch, geht es um alles und nichts. Und darum, ob das Theater mit der Verweigerung von Realität und dem Beharren auf die Utopie des Spiels, dem Chaos der Welt einen Sinn geben kann.« MÄRKISCHE ALLGEMEINE

»Tausend Gedankenfäden, die vor allem in Sophie Rois ihren Anfang und kein Ende nehmen. Sie ist die Lichtgestalt im Nachthemd. Mit dieser Stimme, die oft wegzubrechen scheint und doch umso nachdrücklicher jedem Wort nachspürt, mit diesen Blicken, die Sätze auf ungeahnte Umlaufbahnen schießen können. Bernd Moss kann mit diesem Tempo hervorragend mithalten, Christine Groß sowieso.« BERLINER MORGENPOST

»Auch das Publikum reagiert hingerissen.« DEUTSCHLANDFUNK KULTUR


Der Dramatiker und Regisseur René Pollesch verfügt über eine einzigartige, unverwechselbare künstlerische Handschrift. Um die 100 Stücke hat er seit 1999 geschrieben und inszeniert, wobei es auch sein kann, dass sein Schaffen eigentlich ein großes Ganzes ist. »Wortspieltheater« mache er, schrieb Thomas Assheuer 2014 in der ZEIT. Dafür wurde Pollesch ausgezeichnet, u. a. mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis (2001 und 2006), dem Nestroy-Theaterpreis (2007) und dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis (2012).

Die Schauspielerin Sophie Rois spielte unter der Regie u. a. von Schlingensief, Marthaler, Castorf und immer wieder Pollesch. Jahrelang war sie Ensemblemitglied der Berliner Volksbühne. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören Film-, Theater- und Hörbuchpreise; 2017 erhielt sie den Gertraud-Eysoldt-Ring.