Molière

AMPHITRYON

Eine Produktion der Schaubühne Berlin

Mi., 3. Juni 2020, Beginn 20 Uhr
Do., 4. Juni 2020, Beginn 20 Uhr

Im Ernst Deutsch Theater, Friedrich-Schütter-Platz 1, 22087 Hamburg



Karten: € 68, € 57, € 44, € 22 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Ernst Deutsch Theater (Tel.: 040 / 22 70 14 20), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online.

Die Vorverkaufsgebühren für Amphitryon im Ernst Deutsch Theater fallen ausschließlich beim Online-Verkauf an, nicht bei telefonischer Reservierung oder beim Kauf direkt an der Theaterkasse!

Mi., 3. Juni 2020
Beginn 20 Uhr
Do., 4. Juni 2020
Beginn 20 Uhr

Mit: Joachim Meyerhoff, Florian Anderer, Annika Meier, Bastian Reiber, Werner Eng, Carol Schuler, Axel Wandtke, Musiker*innen: Ingo Günther, Taiko Saito

Regie und Bühne: Herbert Fritsch, Kostüme: Victoria Behr, Musik: Ingo Günther, Licht: Erich Schneider, Dramaturgie: Bettina Ehrlich

Er ist einer der ganz großen Theaterregisseure unserer Zeit, ein Enfant terrible der Kunst und einer, dessen Inszenierungen das Live-Erlebnis Theater sinnlich erfahrbar machen: Herbert Fritsch. 2018 eröffneten seine »Grimmigen Märchen« das Festival, wurden heiß geliebt und ebenso heiß diskutiert. Jetzt zeigt er Molières – nicht Kleists — »Amphitryon«, kreischbunt und brüllend komisch.

Amphitryon kommt aus dem Krieg gegen die Athener zurück nach Hause zu seiner geliebten Gattin Alkmene. Die jedoch hatte seine Rückkehr schon in der Nacht zuvor erlebt, denn Gottvater Zeus, betört von Alkmenes Schönheit, hatte sich ihr in der Gestalt ihres Gatten gezeigt und mit ihr die vermeintliche Wiedersehensfreude in einer Liebesnacht gefeiert. Parallel dazu nutzt Zeus-Begleiter Merkur die Gestalt von Amphitryons Diener Sosias, um sich dessen Frau Cléanthis zu nähern. Das Verwirrspiel der Identitäten nimmt seinen — zumindest für das Publikum — höchst vergnüglichen Lauf...

Das Festival-Publikum kann sich unter anderem auf ein Wiedersehen mit Joachim Meyerhoff freuen, der die Rolle des Sosias übernimmt — wie einst Molière selbst in der 1668 gefeierten Premiere.


»Die Auf- und Abtritte kann keiner zählen. Brasilianischer Karneval, Hochleistungsakrobatik, Schnellsprechwettbewerb — es ist verdammt viel los in diesem punktuell grell beleuchteten, choreografierten Durcheinander.« TAGESSPIEGEL

»Fritsch lässt Molières Amphitryon- Bearbeitung spielen, die heitere, rhythmische, schwerelose Variante.« DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

»Das pure Vergnügen am Spiel ist hier am Werk.« SWR

»Die Doppelgängerposse um den gehörnten Amphitryon (Florian Anderer) und seinen göttlich-geilen Gegenspieler Jupiter (Axel Wandtke) wird bei Fritsch zum Tanzmusiktheater der kleinsten Übergänge. Was eben noch ein Duett war, kann jederzeit in eine Musical-Massenszene kippen und im großen Verschiebebahnhof der Stile und Genres leuchtet das Schauspieltalent. « NACHTKRITIK.DE

»Alle Elemente passen schlüssig zusammen und ergänzen sich amüsant wie ernsthaft – zwei Stunden Molière ohne inhaltliche Bedeutungsschwere, aber mit heiterstem künstlerischen Gewicht.« FAZ


Joachim Meyerhoff ist ein Star unter den Theaterschauspielern. Einen unvergesslichen Eindruck hinterließ er u.a. als Mephisto im »Faust« oder jüngst in Molières »Schule der Frauen« im Deutschen Schauspielhaus. Das Festival- Publikum sah ihn mehrfach, zuletzt im Solo-Stück von Thomas Melle, »Die Welt im Rücken«, inszeniert von Jan Bosse. Aktuell gehört Meyerhoff zum Ensemble der Berliner Schaubühne. Davor spielte er lange am Burgtheater Wien. Überaus beliebt sind seine vier autobiografisch gefärbten Romane, die allesamt Bestseller geworden sind.

Der Regisseur Herbert Fritsch gehört seit gut einem Jahrzehnt zur Theaterregie- Spitze des deutschsprachigen Raums. Seine unverwechselbare Bühnenästhetik, die jede seiner Produktionen charakterisiert, zeugt von seinem Interesse an bildender Kunst. 2018 zeigte das Hamburger Theater Festival mit »Grimmige Märchen« erstmals eine Fritsch-Inszenierung.