: FJODOR M. DOSTOJEWSKIJ

DER IDIOT

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhauses,
eine Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden,
eine Kooperation mit Kampnagel

So, 21. Oktober 2018, Beginn 18 Uhr
Mo., 22. Oktober 2018, Beginn 19 Uhr
 
Einführung in das Stück mit Regisseur Matthias Hartmann am 21. Oktober um 17 Uhr

 

Auf Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Karten: € 60, € 48, € 39, € 28, € 16 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen)
Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040/27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

 

So, 21. Oktober 2018, Beginn 18 Uhr

Mo., 22. Oktober 2018, Beginn 19 Uhr

 

Mit: André Kaczmarczyk, Christian Erdmann, Yohanna Schwertfeger, Thomas Wittmann, Rosa Enskat, Cathleen Baumann, Lieke Hoppe, Jan Maak, Kilian Land, Rainer Philippi, Emanuel Fellmer

 

Regie: Matthias Hartmann, Bühne: Johannes Schütz, Kostüm: Tina Kloempken, Musik: Parviz Mir-Ali, Video: Moritz Grewenig, Licht: Michael Gööck, Dramaturgie: Janine Ortiz

Nach mehreren Jahren in einem Schweizer Sanatorium kehrt Fürst Lew Nikolajewitsch Myschkin nach St. Petersburg zurück. Dem zu Misstrauen und Intrige Unfähigen fliegen die Herzen nur so zu, auch das von Nastassja Filippowna Baraschkowa, einer ursprünglich aus einfachen Verhältnissen stammenden jungen Frau. Sie ist das Bindeglied zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Kreisen der russischen Gesellschaft, mit denen Myschkin in Berührung kommt. Doch Myschkin bleibt letztendlich überall ein Fremder; der Bilderbuchhumanist scheitert gnadenlos am nicht totzukriegenden Konkurrenzverhalten seiner Mitmenschen.

 

Dostojewskijs »Der Idiot« entwirft das Panorama einer russischen Gesellschaft, die sich zwischen Feudalismus und Kapitalismus einrichtet: Hochzeiten dienen der Absicherung prekärer Verhältnisse, mit Erbschaften wird noch vor dem Tod des zu Beerbenden spekuliert, und Mätressen sind eine Frage des Geldes. In diese Welt platzt Fürst Myschkin, Dostojewskijs Entwurf eines durch und durch guten Menschen, und an dieser Welt wird er zugrunde gehen.

 

Starregisseur Matthias Hartmann beweist aufs Neue, dass ihm epische Stoffe liegen. Der fast 1.000-seitige Roman Dostojewskijs erscheint unter Hartmanns Regie wie für die Bühne geschaffen.

„Matthias Hartmanns Version strafft die Fabel geschickt. Der Regisseur, der mit der Dramaturgin Janine Ortiz und dem Ensemble die Textfassung entwickelt hat, überführt den Roman in ein Erzähltheater, das, mit vielen überraschenden Wendungen, die Darsteller zwischen Dialog und Kommentar, direkter und indirekter Rede wechseln und auch mal aus der Rolle fallen lässt. Mit Witz und Ironie, Keckheiten und schönen Details.“ FAZ

 

 „Hartmann hätte das am Burgtheater nicht besser besetzen können.“ Wiener Zeitung

 

„So präzise wie spiellustige Schauspieler. Zu erleben ist wunderbar konzentriertes spielerisches Erzähltheater. Eine kluge Bühnenadaption des Romans.“ Deutschlandfunk

 

„Dem Spiel der Darsteller [...] ist es zu verdanken, dass der Abend fast immer die Balance zwischen wahrhaftigem Mitgefühl, ironischem Kommentar und gekonntem Klamauk hält. Die Schauspieler haben sich an diesem langen Abend den begeisterten Applaus verdient.“ Westdeutsche Zeitung

 

„Der Regisseur Matthias Hartmann hat mit ›Der Idiot‹ eine vergnügliche, herzergreifende Aufführung zustande gebracht – und sich zurückgemeldet unter die wichtigen Regisseure des deutschsprachigen Theaters.“ Der Spiegel

Christian Erdmann eroberte das Festivalpublikum letztes Jahr im Sturm: Sein Michael Kohlhaas in Hartmanns gleichnamiger Inszenierung wurde mit Ovationen gefeiert. Erdmann ist ein profilierter Künstler – neben Theater spielt er in vielen Film- und Fernsehproduktionen. Neu beim Festival ist André Kaczmarczyk, der sich als Shooting-Star des Düsseldorfer Schauspielhauses erweist. Dort feiert er aktuell nicht nur Erfolge mit »Der Idiot«, sondern u. a.auch in Hartmanns David-Bowie-Musical »Lazarus«.
 
Der frühere Intendant der Wiener Burg Matthias Hartmann arbeitet seit Jahren erfolgreich als freischaffender Regisseur. Fast jedes Jahr ist er mit einer seiner klugen, energetischen, musikalischen und immer auch im besten Sinne unterhaltsamen Inszenierungen in Hamburg zu Gast, zuletzt mit »Michael Kohlhaas«.