: ELFRIEDE JELINEK

DAS WERK / IM BUS / EIN STURZ

Eine Produktion des Schauspiel Köln



Eröffnung des Hamburger Theater Festivals durch Kultursenatorin Barbara Kisseler
So., 2. Oktober 2011, 19:30 + Mo., 3. Oktober 2011, 19:00
Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg
Karten: € 72, € 58, € 40, € 28, € 16 (nur an der Theaterkasse: € 12 für Schüler, Studenten, Azubis)
Vorverkauf: Kasse im Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online
So., 2. Oktober 2011, 19:30
Mo., 3. Oktober 2011, 19:00
Mit: Susanne Barth, Lina Beckmann, Rosemary Hardy, Thomas Loibl, Caroline Peters, Laura Sundermann, Michael Weber, Kathrin Wehlisch, Julia Wieninger, Manfred Zapatka
Musikerinnen und Musiker: Silvia Bauer, Christoph Corazolla, Yuko Suzuki, Tänzer: Krzysztof Raczkowski, Chor: Zauberflöten e.V. (Köln) und weitere Sänger und Tänzer, Dirigent und Choreinstudierung: Carsten Wüster
Regie: Karin Beier, Bühne und Kostüme: Johannes Schütz, Komposition und musikalische Leitung: Jörg Gollasch, Choreografie: Valentí Rocamora i Torà, Licht: Jürgen Kapitein, Dramaturgie: Rita Thiele
Großes Theater – voller Wucht und Wut, voller Ideen und Kraft. Elfriede Jelinek und Karin Beier zeigen drei Stücke über visionäres Bauen und reale Katastrophen. Drei Stücke an einem Abend, ein großes und großartiges Schauspielerensemble, Musiker, Tänzer, ein vierzigköpfiger Chor – insgesamt 80 Beteiligte. Und das Wasser auf der Bühne steigt und steigt ...

»Das Werk« erzählt vom beispiellosen Bau eines der größten Speicherkraftwerke der Welt: Mehr als ein Vierteljahrhundert lang dauerte es, dieses gigantische Bauwerk in den Kapruner Alpen in Österreich mitten in ein Bergmassiv zu zwängen. In den zwanziger Jahren setzte man noch Freiwillige dafür ein, im Nationalsozialismus auch Zwangsarbeiter. Viele bezahlten diese technische Großleistung mit ihrem Leben.

»Im Bus« handelt vom Unfall des Münchner Linienbusses, der 1994 beim Bau der U-Bahn in einen sich plötzlich auftuenden Krater rutscht. Drei Menschen sterben.

Um die Katastrophe beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs geht es im letzten Stück »Ein Sturz«: 2009 brechen das Archiv und ein nebenstehendes Haus aufgrund von U-Bahnarbeiten zusammen. Zwei Menschen werden getötet.
»Was wissen wir von unserem Werk, und wie stehen wir dazu?« heißt es bei Jelinek. Und sie zeigt, dass Profitgier, Vermessenheit und vor allem die Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, die prächtigen Werke des »faustischen« Menschen wie Kartenhäuser einstürzen lassen. Karin Beier inszeniert diese wütenden, traurigen und zugleich sehr komischen Abgesänge auf die menschliche Hybris.

»Wer hat die Macht, wer sind unsere neuen Götter? Das Stück löst buchstäblich einen Strom von Fragen aus, der – wie das Unglück – weit über die Stadt hinaus reicht. Der Karin Beier mit Elfriede Jelinek und mit diesem Abend und mit einem tollen Ensemble ein weiteres Theaterwunder beschert hat.« (Deutschlandfunk
)

»Im Jubel mischen sich Begeisterung und Dankbarkeit und bestimmt auch ein Quantum Stolz – denn das Kölner Schauspiel spielt unter Karin Beiers Leitung nicht nur wieder in der Bundesliga, es ist sogar das amtierende ›Theater des Jahres‹ – verdientermaßen, wie sich an diesem triumphalen Premierenabend zeigt.« (Süddeutsche Zeitung)

»Die Aufführung sprudelt von Einfällen und Tonlagen, von leicht angespielt bis große Sprechoper. Zwischen Glocken- und Tropfentönen und sarkastischen Kommentaren findet sich alles bis hin zum gigantischen Männerchor.« (Frankfurter Rundschau)
»Das Werk / Im Bus / Ein Sturz« unter der Regie von Karin Beier wurde zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen. Außerdem wurde es zur "Inszenierung des Jahres 2011" gewählt. Und Lina Beckmann, die mehrere Rollen übernimmt, ist "Schauspielerin des Jahres". Das Schauspiel Köln unter der Intendanz von Karin Beier erhielt in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung "Theater des Jahres". Zur Spielzeit 2013/14 übernimmt Karin Beier die Leitung des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg.