: ROLAND SCHIMMELPFENNIG

DAS GROSSE FEUER

Eine Produktion des Nationaltheaters Mannheim

Mo., 6. November 2017, Beginn 20 Uhr

Einführung in das Stück mit Regisseur Burkhard C. Kosminski um 19 Uhr

 

In der Staatsoper Hamburg, Große Theaterstraße 25, 20354 Hamburg

Karten: € 62, € 51, € 39, € 28, € 16 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse in der Staatsoper Hamburg (Tel.: 040 / 356 868), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

 

Mo., 6. November 2017, Beginn 20 Uhr

Mit: Nicole Heesters, Sabine Fürst, Julius Forster, Reinhard Mahlberg, Hannah Müller, Ragna Pitoll, Sven Prietz, Klaus Rodewald

Es spielen Mitglieder des Nationaltheaterorchesters

Regie: Burkhard C. Kosminski, Bühne: Florian Etti, Kostüme: Lydia Kirchleitner, Musik: Hans Platzgumer, Orchesterarrangements: Himmelfahrt Scores, Musikalische Leitung: Cosette Justo Valdés, Choreographie: Jean Sasportes, Künstlerische Beratung Sandkunst: Frauke Menger, Licht: Nicole Berry, Dramaturgie: Ingoh Brux

Freuen Sie sich auf märchenhaftes Theater in der Hamburgischen Staatsoper, auf eine Produktion, die mit starker und ungewöhnlicher Bildsprache wahre Magie entfaltet!

Zwei Dörfer liegen am Bach im Tal, aneinandergeschmiegt wie Zwillinge im Bauch der Mutter. Auf der einen Seite des Bachs wächst Wein, auf der anderen weiden Kühe, Pferde und Schafe. Der Sommer bringt Hitze und Dürre, Sturm und Regen. Aber nur das Dorf am Ochsenufer wird überschwemmt und von Krankheit und Tod heimgesucht.

»Wie kann das sein?«, fragt der Lehrer. »In diesem Sommer ist einfach nichts gerecht verteilt.« Während an einem Ufer die Toten begraben werden, verwandelt am Winzerufer der Müller seine Mühle in ein Wochenendausflugslokal. Als im Frühjahr am Ochsenufer ein großes Feuer ausbricht und die Felder verwüstet, steigen die Überlebenden in ein Boot, um das andere Ufer zu erreichen. Doch der Bach ist jetzt so breit wie ein Meer …

 

Roland Schimmelpfennig beschreibt, wie aus Freunden Feinde und aus Nachbarn Fremde werden, wie Naturkatastrophen die Welt in Arm und Reich teilen und Ungerechtigkeit entsteht. Vivaldis »Vier Jahreszeiten« bereichern die Handlung um eine klangliche Ebene.

»Schauspiel-Intendant Burkhard C. Kosminski als Regisseur und Schimmelpfennig als Autor: Sie sind ein eingespieltes, kongenial arbeitendes Team. Sie können Geschichten so erzählen, wie es eben nur das Theater kann: poetisch, unaufgeregt, direkt, mit starken, expressiven Bildern.« Nachtkritik.de

 

»[...] acht Schauspieler vollbringen dieses Wunderwerk, sind Bühnengestalter, Geräuschemacher und eilen im fliegenden Wechsel durch das bunte Figurenarsenal.« Die Rheinpfalz

 

»Der märchenhafte Ton hat stets etwas Schwebendes, Leichtes. Obwohl der Plot simpel gestrickt zu sein scheint, erzählt ›Das große Feuer‹ viel von den Gefahren sozialer Kälte, populistischer Ausgrenzung oder eines präsidial verordneten Egoismus’, der mit Parolen wie ›America first‹ durch die Weltgeschichte zu poltern beginnt. Dass all dies in Schimmelpfennigs Text enthalten ist, macht seinen großen Wert aus.« Rhein-Neckar-Zeitung

 

»[...] großartig, wie Hannah Müller den Bogen von unbefangener Zärtlichkeit zu entfesselter Verzweiflung schlägt: Auftakt des Abgesangs, den Nicole  Heesters mit abgrundtiefer Hoffnungslosigkeit auskleidet [...] Starker Applaus für einen starken Abend.« Badische Neueste Nachrichten

Der Schauspielerin Nicole Heesters wurde der Beruf in die Wiege gelegt: Die Tochter des Schauspieler- und Operettenpaars Johannes Heesters und Louisa Ghija stand schon als Jugendliche vor der Kamera und ist bis heute oft in Film und Fernsehen zu sehen. Heesters war 1978 die erste weibliche Tatort-Ermittlerin überhaupt. Auch auf der Bühne ist sie eine verlässliche Größe. 2011 begeisterte sie in »Bernarda Albas Haus« das Festivalpublikum. Heesters ist zudem eine profilierte Sprecherin anspruchsvoller Hörbuch-Produktionen.


Der Schriftsteller und Dramaturg Roland Schimmelpfennig ist der meistgespielte Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Auch über die Landesgrenzen hinaus ist er überaus erfolgreich: In 40 Ländern werden heute seine Stücke gespielt. »Das große Feuer« ist ein Auftragswerk für das Mannheimer Nationaltheater.